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Die heilende Wirkung von Heublumen
Naturmedizin

Die heilende Wirkung von Heublumen

Ein Potpourri aus getrockneten Samen, Blüten, Früchten, Blättern und Stängeln – das sind Heublumen. Das Besondere an ihnen: ihre sanfte gesundheitliche Wirkung. Nicht umsonst sind sie Bestandteil der Naturheilkunde. Hier erfährst du, was sie können und wie du sie anwendest. 

Heublumen wachsen besonders gut auf naturbelassenen Berg- oder Magerwiesen. Die bunte Pflanzenmischung stammt von Süßgräsern, verschiedenen Kleearten, Wiesenblumen und Süßgräsern wie Fuchsschwanz, Schwingel oder Quecke.

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Vielfältige Heilwirkungen                 

Das gesunde Heublumen-Potpourri ist für vielerlei heilsame Zwecke nützlich. So soll es Hautprobleme lindern, bei Erkrankungen von Nieren und Blase helfen, Wechseljahresbeschwerden entgegenwirken sowie die Abwehrkräfte stärken und somit sinnvoll bei Erkältungen, Fieber und grippalen Infekten sein. 

Sebastian Kneipp, Namensgeber der berühmten Kneipp-Medizin, schreibt dem sogenannten „Heusack“ zudem eine positive Wirkung bei Arthrose, rheumatischen Erkrankungen und Muskelschmerzen zu – auf die Muskeln sollen Heublumen beruhigend und entspannend wirken. Die wohltuenden Wirkstoffe gelten außerdem als schmerzlindernd, durchblutungsfördernd und unterstützen den Stoffwechsel im Gewebe. Spannend für werdende Mütter: Sitzdampfbäder mit Heublumenblüten werden ab der 38. Schwangerschaftswoche von Hebammen zur Lockerung der Beckenbodenmuskulatur empfohlen. Das gesunde Pflanzengemisch ist also vielseitig anwendbar und ein richtiges Universalheilmittel aus der Naturheilkunde.

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Sanfte Anwendungen für zu Hause

Die Wirkstoffe der Heublumenmischung gelangen über die Haut in den Körper. Dazu zählen unter anderem Flavonoide, Cumarine, Gerbstoffe und ätherische Öle. In der Regel verwendet man ein Heublumensäckchen, welches auf bestimmte Körperstellen gelegt wird oder man genießt ein angenehmes Heublumenbad.

Heublumen im Säckchen

Ein Heublumensack soll zum Beispiel bei Gelenkbeschwerden oder Muskelverspannungen wahre Wunder wirken. Dafür benötigt man ein Säckchen aus Leinen oder Baumwollstoff, das sich gut verschließen lässt. Dieses wird mit der Heublumenmischung befüllt und beispielsweise im Dämpfeinsatz über einem mit Wasser gefüllten Kochtopf erhitzt und befeuchtet. Anschließend sollte der Heublumensack etwas abkühlen, bevor er auf die gewünschte Körperstelle gelegt wird. Dort kann er dann seine wohltuende Wirkung entfalten. Bei Bedarf kann er zusätzlich mit einem Tuch umwickelt werden.

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Wohltuendes Bad mit Heublumen

Wohltuendes Bad mit Heublumen

Für das Heublumenbad werden einige Esslöffel der Pflanzenmischung mit kochendem Wasser übergossen. Diesen Aufguss lässt man einige Minuten ziehen und gibt ihn anschließend in das Vollbad. Ähnlich wie beim Erkältungsbad sollte man nicht länger als zehn bis fünfzehn Minuten baden und sich anschließend ausruhen.

Achtung: Für Menschen mit einer Allergie gegen Gräserpollen und Menschen mit Herz-Kreislauf-Schwäche sind Heublumen nicht geeignet! Außerdem sollten sie niemals bei akuten Rheumaschüben oder Entzündungen sowie offenen Wunden angewendet werden! 

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Quellen: Wirths PR, Bilder: Wirths PR, Depositphotos/HeikeRau, Text: Emi Baier