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Mehr Nachhaltigkeit im Alltag fünf Tipps
Welterschöpfungstag 2016

In fünf Schritten zu mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Alles, was wir ab heute konsumieren, kann die Erde in diesem Jahr nicht mehr regenerieren. Wie löschen Sie Ihren Durst? Was kaufen Sie ein? Womit fahren Sie zur Arbeit? Hier sind die fünf Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit in Ihrem Alltag.

Die Erde ist am Limit. Wir nehmen mehr von ihr, als vorhanden ist – immer mehr und immer schneller. Die Ressourcen für 2016 sind schon jetzt verbraucht! Am 8. August 2016 war Earth Overshoot Day, zu deutsch Welterschöpfungstag. Es ist die Summe der kleinen Entscheidungen, die bestimmt, wie sozial und umweltfreundlich wir sind. Nur fünf einfache Tipps sind genug, um den eigenen Rohstoffverbrauch zu senken und dadurch seine Klimabilanz enorm zu verbessern.

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Fünf Tipps für mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltig konsumieren bedeutet, bewusst zu konsumieren. Muss es dieses Mal wirklich das Auto sein, komme ich da nicht auch mit der Bahn hin? Meinen Fleischkonsum wollte ich der Gesundheit wegen ohnehin senken, jetzt der Umwelt zu Liebe aber erstrecht? In fünf einfachen Schritten zu mehr Nachhaltigkeit machen Sie Ihren Alltag fit für einen modernen, selbstbestimmten und umweltbewussten Lifestyle.

1. Stromanbieter wechseln lohnt sich

Zwei Tonnen CO2 – so viel kann eine dreiköpfige Familie allein durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter jährlich sparen. Damit wäre der durchschnittliche Verbrauch von einem ganzen Jahr Auto fahren gespart. Empfehlenswerte Ökostromanbieter können Sie an den Siegeln „Grüner Strom Label“ oder „ok Power“ erkennen. Deren Strom-Mix setzt sich zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien zusammen, ohne Beimischung von Strom aus Atomkraft oder Kohle und ist somit garantiert nachhaltig.

2. Seien Sie klug mobil

Carsharing eine Alternative zum eigenen Auto

Rund 20 Prozent aller CO2-Emissionen werden in Deutschland durch den Autoverkehr verursacht. Wer statt einem eigenen Auto lieber die ÖPNV, Bahn oder das Rad nutzt, der spart nicht nur CO2, sondern häufig auch Geld ein. Wussten Sie, dass sich ein eigenes Auto wirtschaftlich erst ab 10.000 Kilometern im Jahr lohnt? Auch andere Alternativen wie Carsharing sind günstiger, gelegentlich sind auch ein Mietwagen oder das Taxi lohnenswert. Mit jeder Bahnfahrt werden der Umwelt im Vergleich zur Autofahrt mehr als zwei Drittel des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes erspart. Nachhaltige Mobilität spart besonders viel CO2 und ist obendrein gut für Ihre Gesundheit und Ihren Geldbeutel.

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3. Seltener fliegen

Seltener fliegen spart Ressourcen!

Wenn Sie auf Flugzeug oder Auto verzichten, dann können Sie Ihren CO2-Fußabdruck um mehr als 20 Prozent senken. Beim Fliegen gilt die Faustregel: Bleiben Sie mindestens zwei Wochen am Urlaubsort und gleichen Sie die durch den Flug verursachten Klimagase aus – am besten, indem Sie an zertifizierte Klimaschutz-Projekte spenden. Denn während Sie Urlaub machen, sollten Sie der Nachhaltigkeit keine Pause gönnen. Wirkungsvolle Projekte können Sie an dem Siegel „The Gold Standard“ erkennen.

4. Weniger Fleisch auf dem Teller

weniger Fleisch kaufen, Fleischkonsum senken

Unglaubliche 1,5 Tonnen des Treibhausgases verursacht jeder Deutsche pro Jahr nur durch seine Ernährung. Die Deutschen sind Weltmeister im Fleisch essen: Unser durchschnittlicher Fleischkonsum ist rund sechsmal höher als wissenschaftlich empfohlen. Die Lösung? Zurück zum Sonntagsbraten. Besser weniger Fleisch und dafür mehr Qualität: Kaufen Sie Fleisch aus artgerechter Tierhaltung und ökologischer sowie regionaler Landwirtschaft und bringen Sie gleich in mehrfacher Hinsicht mehr Nachhaltigkeit in Ihren Alltag.

5. Kauf! Mich! Nicht!

nachhaltig konsumieren, weniger Kleidung kaufen

Wenn Sie nachhaltig konsumieren möchten, dann sollten Sie nicht nur nach den richtigen Produkten und Siegeln Ausschau halten, sondern sich auch hin und wieder fragen: Brauche ich das wirklich? Denn grundsätzlich gilt: Je länger eine Jeans oder das Smartphone in Benutzung sind, desto besser fällt ihre CO2-Bilanz aus. Allein für die Herstellung einer neuen Jeans werden beispielsweise 11.000 Liter Wasser verbraucht – häufig in wasserarmen Regionen. Ein Unding, das sich durch die längere Nutzung des bisherigen Kleiderschranks vermeiden lässt. Sagen Sie „Nein“ zu neuen Produkten und lassen Sie Kaputtes lieber reparieren als es wegzuwerfen. Wenn dann doch ein Neukauf nötig wird, setzen Sie besser auf Qualität statt auf Masse.  Und wenn sich auch die Entsorgung einmal nicht vermeiden lässt, dann beachten Sie bitte unsere Tipps für umweltfreundliche Entsorgung.

Der Nachhaltige Warenkorb

Wie Sie sehen, machen es Ihnen diese fünf Tipps ganz einfach, mehr Nachhaltigkeit in Ihren Alltag einfließen zu lassen. Nachhaltig konsumieren ist schon heute möglich – wie es richtig geht, das zeigt der Nachhaltige Warenkorb des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Als Einkaufsführer weist er auf nachhaltige Konsumalternativen hin und gibt Ihnen Faustregeln für die Orientierung bei konkreten Konsumentscheidungen als 16 Themenbereichen vor. Darunter fallen Lebensmittel, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik. Mit dem Nachhaltigen Warenkorb sind Sie also praktisch in jedem Bereich Ihres Lebens auf der sicheren Seite, wenn es um nachhaltige Entscheidungen geht. Er wird jedes Jahr unter wissenschaftlicher Begleitung aktualisiert und ist sowohl als Broschüre wie auch im Internet oder als kostenlose App erhältlich.

Bringen Sie mehr Nachhaltigkeit in die kleinen Dinge Ihres Lebens und leisten auf diesem Weg Großes für unsere Erde. 

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Quellen: Rat für Nachhaltige Entwicklung, Bild: depositphotos Samiramay / Rat für Nachhaltige Entwicklung Christof Rieken, Text: Isabel Binzer