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Studien beweisen: Antibabypille ist schuld an Depressionen
Glücklich ohne Antibabypille

Studien beweisen: Antibabypille ist schuld an Depressionen

Immer mehr junge Frauen fühlen sich lustlos, träge und müde. Gleichzeitig steigen die Zahlen der an Burnout und Depressionen erkrankten immer weiter an. Schon lange wird ein Zusammenhang zwischen Depressionen und der Antibabypille vermutet. Eine neue Studie aus Dänemark gibt nun Aufschluss darüber.

„Viele Jahre meines Lebens war ich eher melancholisch als glücklich. Es war als läge ein grauer Schleier über mir, der mein Bewusstsein getrübt und mir das Gefühl gegeben hat, hier nicht hinzugehören.‘“ Solche und ähnliche Erfahrungen werden von vielen Frauen beschrieben, die über Jahre hinweg die Anti-Baby-Pille genommen haben.

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53 Prozent nehmen die Pille

Die möglichen Nebenwirkungen der Pille, wie Thrombose und Gewichtszunahme sind inzwischen allgemein bekannt. Und trotzdem schlucken sechs bis sieben Millionen Mädchen und Frauen sie Tag für Tag. Neben der Schwangerschaftsverhütung soll die Pille auch gegen Akne, Übergewicht und verstärkte Körperbehaarung helfen. So verschreiben viele Frauenärzte ihren Patientinnen die Pille bereits, wenn diese über unreine Haut klagen, ohne sie zuvor untersucht oder über die Nebenwirkungen ausreichend informiert zu haben.

Obwohl die Gefahren dieser sogenannten Lifestyle-Pillen schon seit mehreren Jahren bekannt sind, werden sie weiterhin auf dem Markt angeboten. Mit ihren Versprechungen für reine Haut und schöne Haare wirken sie besonders attraktiv auf junge Frauen – eine lukrative Marketingstrategie der Pharmaindustrie, die in Deutschland laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bereits 18 Todesopfer gefordert hat.

Parallel dazu werden psychische Erkrankungen immer häufiger diagnostiziert. Begriffe wie Burnout und Depression gliedern sich neben Krankheitsbildern wie Migräne und Rückenschmerzen ein. Mittlerweile entfallen laut Studien der DAK und der BKK mindestens 15 bis 17 Prozent der Arbeitnehmer aufgrund psychischer Erkrankungen. Besteht ein Zusammenhang mit der Antibabypille?

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Studien beweisen: Antibabypille ist schuld an Depressionen

Zusammenhang zwischen Antibabypille und Depressionen

Eine dänische Studie, die von 1995 bis 2013 durchgeführt wurde und über eine Million Pillenanwenderinnen im Alter zwischen 15 und 34 Jahren untersuchte, sagt „ja“! Laut Studie steige nach sechsmonatiger Pilleneinnahme das Risiko an einer Depression zu erkranken um 40 Prozent – bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren sogar um 80 Prozent. Dabei wurden innerhalb der Studie diejenigen als depressiv eingestuft, die nach einer längeren Einnahme der Antibabypille eine ärztliche Diagnose für Depressionen erhalten hatten oder sogar mit Antidepressiva behandelt wurden. Daten wurden dabei nur von Frauen gesammelt, die keine psychische Krankheitsgeschichte hatten und nicht an Thrombose, Krebs oder Unfruchtbarkeit litten.

Der Verdacht, dass Hormone das Risiko an Depressionen und depressiven Verstimmungen zu erkranken, erhöhen, bestätigte sich somit. Viele Ärzte und Heilpraktiker können diese Ergebnisse anhand eigener Erfahrungen nur untermauern.

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Kritik an der dänischen Studie

Natürlich bleibt auch Kritik nicht aus. Obwohl Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und sogar Depressionen in vielen Präparaten als "häufige Nebenwirkungen" aufgeführt werden, meinen Experten, dass Depressionen und ihre Auslöser noch zu wenig erforscht seien um auf einen Zusammenhang mit der Antibabypille schließen zu können. Besonders die hohen Prozentzahlen in jungen Jahren lassen, laut Experten, eher auf die Pubertät und die ersten schmerzlichen Erfahrungen von Liebeskummer schließen. 

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Quellen: Bilder: Depositphotos/belchonock, deposit123, ginasanders, Text: Meike Riebe