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Dr. Katharina Reuter - Die politische Stimme der grünen Wirtschaft
UnternehmensGrün e.V. Die politische Stimme der grünen Wirtschaft

Dr. Katharina Reuter engagiert sich seit vielen Jahren für die nachhaltige Wirtschaft in Deutschland und Europa. Als Geschäftsführerin machte sich die Agrarökonomin für die Zukunftsstiftung Landwirtschaft und die Klima-Allianz Deutschland stark. Nun führt sie seit 2014 die Geschäfte des Bundesverbands UnternehmensGrün und vertritt die politische Stimme grüner Unternehmen. Ehrenamtlich engagiert sich die Mutter von zwei Söhnen in verschiedenen Initiativen, ist Mitbegründerin von Ecopreneur.eu und Co-Initiatorin der Wirtschaftsinitiative Entrepreneurs for Future.

 

Dr. Katharina Reuter

Dr. Katharina Reuter

„Eigentlich wollte ich Bäuerin werden“

Schon früh entschied sich Dr. Katharina Reuter nicht zuzuschauen, sondern sich einzumischen und sich für Veränderungen in der Gesellschaft einzusetzen. Das war mit 15 Jahren, nach einem Besuch des Konzentrationslagers Ausschwitz. Ein prägendes Ereignis und Auslöser für die weitere politische Karriere der gebürtigen Berlinerin.

Da es damals noch keine entsprechende Jugendvereinigung gab, die ihren politischen Vorstellungen entsprach, gründete sie mit Gleichgesinnten die Jugendorganisation der Grünen, die „Grüne Jugend“. Danach folgte mit 18 Jahren die Wahl zur jüngsten Vertreterin in die Bezirksverordnetenversammlung in Reinickendorf, einem Stimmbezirk mit 250.000 Einwohnern. „Eine tolle Erfahrung, ich stand auf dem Stimmzettel und konnte mich selbst wählen“, so Reuter. Den eigentlichen Berufswunsch Bäuerin zu werden, verfehlte sie nur knapp mit einem Studium der Agrarökonomie, darin promovierte sie auch und war im Anschluss wissenschaftlich tätig. Es folgten Ämter für die Zukunftsstiftung Landwirtschaft und der Klima-Allianz-Deutschland, parallel dazu Tätigkeiten als Aufsichtsrätin und Engagements in Stiftungen.

Gemeinsam mehr verändern

Im Bundesverband der grünen Wirtschaft UnternehmensGrün sind Katharina Reuters Themen vor allem politische Fragen rund um die Bereiche Energie, Kreislaufwirtschaft, Handel, Mobilität, Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als Mitbegründerin von ecopreneur.eu (European Sustainable Business Federation) arbeitet sie gemeinsam mit den Mitgliedern daran, unternehmensgesellschaftliche Herausforderungen zu lösen, die Transformation des derzeitigen Wirtschaftssystems zu unterstützen sowie Green Economy-Projekte in ganz Europa voranzutreiben. Unter dem Dach von Ecopreneur sind mehr als 3000 nachhaltige Unternehmen sowie fünf Verbände aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten vertreten.

 

 

 

 

#esgibtnochmehrvonuns

Katharina Reuter sieht ihren gesellschaftlichen Beitrag auf drei Ebenen: die erste Ebene ist die Politik, der große Hebel. Politische Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass nur noch ökologisch und sozial nachhaltige Geschäftsmodelle unterstützt werden. Die zweite Ebene liegt direkt bei den Unternehmen, da sie gemeinsam mit dem Vorstand und ihrem Team den Diskurs „was bedeutet grünes, ethisches Wirtschaften“ unter den Unternehmerinnen und Unternehmern organisiert. Die dritte Ebene ist die Vernetzung von Gleichgesinnten zu einem starken Wir-Gefühl, und unter dem Hashtag #esgibtnochmehrvonuns zu finden. Außerdem zeigt sie Leuchttürme nachhaltiger Pionier-Unternehmen und außergewöhnliche ethische Geschäftsmodelle mit Vorbildwirkung, als Orientierungskraft für neue Gründungen und für den Wandel von konventionell wirtschaftenden zu nachhaltig agierenden Unternehmen.

 

#EntrepreneursForFuture

 


#EntrepreneursForFuture

Reuters neuestes Projekt ist die Initiative #EntrepreneursForFuture. Mit der Initiative wollen die teilnehmenden Unternehmen die Aufmerksamkeit für existierende nachhaltige Technologien und Lösungen schaffen, sowie ein gesamtgesellschaftliches Umdenken und Verantwortung für eine nachhaltige Wirtschaft anstoßen. Die Besonderheit der Initiative ist, dass die Unterzeichnenden aus den verschiedensten Branchen kommen. Für nachhaltige Energieunternehmen und Mobilitätsdienstleister ist Klimaschutz ebenso elementar wie für Biobetriebe und Unternehmen aus der Kreislaufwirtschaft. Bereits mehr als 3.600 Entrepreneurs haben die Stellungnahme unterschrieben und bekennen sich dazu, schon heute Klimaschutz mit ihren Unternehmungen voranbringen und fordern unter anderem klimapolitische Planungssicherheit sowie eine wirksame und ansteigende CO2-Bepreisung.

 

 

 

 

 

Quellen: Text: Ulrike Stöckle, Bilder: UnternehmensGrün/Jörg Farys, Ahnen & Enkel/Marcus Franken