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Ostern und Osterbrauch auf der ganzen Welt.

Ostern und die Osterbräuche weltweit: Skurril bis romantisch

In Deutschland bemalen wir Ostereier, verspeisen, da nach der Fastenzeit, ein opulentes Mahl und lassen Kinder im Garten Ostereier suchen und genießen zum Kaffee ein süßes Osterlamm. Andere Länder haben ganz andere Traditionen, die Hunderte von Jahren alt sind. Warum die Norweger sich zum Deppen machen, die Iren Heringe begraben oder es in Australien romantisch wird.

Viele schöne Bräuche kennen und lieben wir zu den Osterfeiertagen in Deutschland. Doch nicht überall wird so besinnlich und zurückhaltend gefeiert. Doch, wie wird Ostern in anderen Ländern gefeiert und was gibt es dort für Osterbräuche? In Norwegen machen sich viele Menschen letztlich zum Deppen. Denn laut einer Sage wurde einst ein Dorftrottel, zum Ende des Winters in die teilweise noch verschneiten Berge geschickt. Er sei der Legende nach der erste Norweger gewesen. Um dieses weniger ernstgemeinte Ereignis zu feiern, gehen heute zur Osterzeit viele Norweger ebenfalls in die Berge.

In Italien wird eine salzige Ostertorte gegessen und in Finnland schlagen sich die Bewohner mit Ruten, um Buße zu tun und um Christis Kreuzigung zu gedenken. In Australien gibt es bei allen die etwas auf sich halten keine Osterhasen, sondern Osterbilbies, die, hasengroß, wie eine Kreuzung aus Känguruh und Maus aussehen und ebenfalls große Lauscher tragen. Denn die Hasen selbst machen den australischen Bilbies den Lebensraum streitig und haben fast zu deren Ausrottung geführt. In Wales indes kommt es zu einem landesweiten Gesangswettstreit unter den Kirchenchören und in Bulgarien backen unverheiratete Frauen traditionell ein süßes Osterbrot.

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Wie sonst so in der Welt zu Ostern traditionell gefeiert wird, warum zum Beispiel in Irland wirklich Heringe begraben werden und es in Australien romantisch wird - mehr Beispiele in unserer Bildergalerie.

Osterbrauch weltweit, von skurril bis romantisch: So wird Ostern in anderen Ländern gefeiert: Die Bildergalerie

  • Für Russland ist das Osterfest wichtiger wie Weihnachten und damit das größte christliche Fest. (c) Thinkstock
  • In Irland werden Heringe begraben, um die Fastenzeit symbolisch zu beenden und in Schottlands Hügeln brennen nach keltischer Tradition Osterfeuer. (c) Fotolia
  • In England werden traditionell Weidenkätzchen geschnitten. Man streichelt damit seine Lieben, um Glück zu haben. In Olney, nördlich von London, findet seit 500 Jahren ein Pfannkuchenrennen statt. (c) Fotolia
  • In Frankreich schweigen von Gründonnerstag bis Karsamstag alle Kirchenglocken. Der Grund: Den Tod Jesu zu betrauern. Läuten sie am Sonntag wieder, dann wird sich landesweit umarmt und geküsst. (c) Thinkstock
  • Romantisch wird es in Australien: Verlobte, die an Ostern aus fließenden Gewässern Wasser sammeln und sich an der Hochzeit damit besprenkeln, sollen ewige Liebe als Lohn haben. (c) Thinkstock
  • In Griechenland gibt es ein rauschendes Fest mit Feuerwerk zu Ostern, nachdem viel gebetet wude. Zudem: Rot gefärbte Eier werden als Symbol des Lebens verschenkt. (c) Thinkstock
  • Geht es nach den Norwegern sind sie alle selbst Deppen, folgt man einer alten Sage. Da ging ein geistig Zurückgebliebener, der erste Norweger, zum Ende des Winters in die Berge, was nun eine Ostertradition ist. (c) Thinkstock
  • In Spanien werden Osterumzüge nach der Ostermesse zelebriert und Kinder tragen symbolisch Palmwedel. Makaber: In der Stadt Verges tanzen Männer in Skelettkostümen. (c) Thinkstock
  • In Mexiko ist es Osterbrauch, an Karfreitag die Verschleppung Jesus nach Golgatha und die Kreuzigungsprozession in bunt geschmückten Städten nachzuspielen. (c) Thinkstock

Text: Jürgen Rösemeier