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Renault Twizy: Bike mit Dach, 4 Rädern und nachhaltig dazu!

Dass man weder das Rad noch den Smart neu erfinden kann, das dachte man bisher. In puncto der zweisitzigen Knutschkugel muss ab sofort umgedacht werden. Dieses Mal hat der selbsternannte „Créateur d’Automobile“ verstanden. Die Gallier wehrten sich tapfer gegen das Vorurteil und schicken mit dem neuen Twizy ebenfalls einen Zweisitzer ins Rennen um die Gunst Umwelt bewusster Autofahrerinnen und –fahrer. Das Staunen der Leute darf ihnen sicher sein.

Stylisch, modern, außergewöhnlich, einzigartig – so will ihn Renault sehen, wie die Franzosen auch die anvisierte Kundschaft ins finanzielle Kalkül ziehen. Die Stadt, das natürliche Revier des Twizy, soll man mit ihm in einem völlig neuen Licht erleben. Aus einer neuen Sicht. Beides könnte hinkommen. Zum einen weil der optisch unverwechselbare City-Flitzer in Relation zu seinen Ausmaßen großzügige Fensterflächen zu bieten hat. Zum anderen weil Fahrer und Beifahrer nicht nebeneinander, sondern wie beim Motorrad hintereinander sitzen. 

Fahrer und Beifahrer sitzen hintereinander

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Nur eben mit einem Dach und vier Rädern. Das verleiht dem kessen Gefährt eine einzigartig schmale Front- und Heckansicht. Zumindest was die Fahrgastzelle anbelangt. Die Spur musste schon breiter geraten, auch aus Stabilitäts- und Fahrsicherheitsgründen. Die Fuhre wäre sonst zu kippelig geworden. Außerdem wäre es kaum möglich gewesen, die vier Räder nach innen zu verlegen, ohne den selbst minimal notwendigen Platzbedarf für Beine und Füße zu ermöglichen. Die vier schmalen Schlappen stehen quasi frei und sind lediglich von vier echten Schutzblechen bedeckt.

Vier farbige Leichtmetallfelgen in Größe 13 Zoll

Renault schickt den Twizy mit vier eigenwillig, aber schick gestylten und in vier Farben erhältlichen 13-Zoll-Bi-Ton-Leichtmetallfelgen ins Rennen. Der Name Twizy soll sich übrigens aus Twin für Zweisitzer und Easy für das leichte Lebensgefühl zusammensetzen. Im Grunde genommen handelt es sich um ein Quad, das aber anstatt mit einer Lenkstange mit einem Lenkrad ausgestattet ist. Eine weitere Besonderheit ist, dass die eine von zwei Twizy-Versionen schon ab sechzehn Jahren für Inhaber der Führerscheinklasse „S“ gefahren werden darf. Dann aber ist bei Tempo 45 Schluss.

Zwischen 6.990€ und 8.490€ für den Twizy

Die stärkere Version schafft bis zu 80 Stundenkilometer und macht laut der aktuellen Auftragssituation rund neunzig Prozent der Bestellungen aus. Die Zielgruppe soll zwischen 16 und 66 Jahren jung/alt sein und sich über einen Elektroantrieb freuen, der von sich hören lässt. Auch hier das etwas andere Stromerle. Allerdings fehlen elektronische Helferlein, wie ESP und ABS. Das ist nicht das Gelbe vom Ei, auch weil der Twizy über die schmalen Vorderrädchen schieben kann. Selbst Motorräder soll es bald nur noch mit ABS geben. Auch fehlen Heizung und Servounterstützung für die Bremsen und die Lenkung. Dafür gibt es einen Fahrerairbag, zwei Türen – ohne Scheiben! – müssen für 590€ extra geordert werden. Das attraktive Glasdach steht ebenfalls auf der Optionsliste. Ab 6.990€ kosten der „45“er, der große bis zu 8.490€.

Text: Michael Gartner