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Feldhase NABU
NABU warnt vorm Aussterben

Der Feldhase darf nicht aussterben

Mit der Wahl zum Wildtier 2015 ruft NABU dazu auf, den Lebensraum der Feldhasen nicht weiter zu gefährden.

Die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild, eine Stiftung zur Erhaltung der freilebenden Tierwelt, haben den Feldhasen zum zweiten Mal nach 2001 zum Wildtier des Jahres gewählt. NABU nimmt dies zum Anlass, auf den Feldhasen aufmerksam machen, der unsere besondere Fürsorge benötigt.

NABU warnt: Feldhase steht auf Roter Liste

Deshalb ernennt NABU den Feldhasen zum Wildtier 2015. NABU weist darauf hin, dass der Feldhase auf der Roten Liste steht, was bedeutet, dass er vom Aussterben bedroht ist. Wer in  Wiesen, Feldern und Weinbergen spazieren geht, hat sich mittlerweile an den Anblick der rennenden Feldhasen gewöhnt. Flink sprinten sie in alle Richtungen, werfen die Hacken in die Höhen oder ergreifen mit angelegten Löffeln die Flucht. NABU macht jedoch darauf aufmerksam, dass Meister Lampe bald nur noch in den Märchenbüchern existieren könnte, denn der Lebensraum der Feldhasen wird sukzessive dezimiert. Straßen rauben mit ihren Asphaltdecken ebenso den Lebensraum der Wildtiere wie der sich zunehmend ausbreitende Ackerbau.

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NABU macht Monokultur verantwortlich

Es ist, laut NABU keine Selbstverständlichkeit mehr, dass Feldhasen über unsere Wiesen hoppeln. Dabei könnte es schon helfen, wenn der Anbau von Blühstreifen und Hecken intensiviert werden würde, wie auch eine naturverträgliche Landwirtschaft. Sobald der Mensch unsensibel in den Kreislauf der Natur eingreift, kippt das Gleichgewicht. So auch im Falle der Landwirtschaft. Durch den hohen Bedarf an Pflanzen, die beispielsweise für die Gewinnung von Energie verwendet werden, wird aus Profitgier jeder Quadratmeter genutzt und der Lebensraum der Tiere eingeschränkt. Feldhasen brauchen Rückzugsorte, Flecken, auf denen keine Landwirtschaft für Unruhe sorgt und nach dem Abmähen jeglicher Schutz dahin ist.

NABU spricht von einem Überlebenskampf der Feldhasen

Feldhase NABU

Die Bestandsveränderung der Feldhasen ist laut jagderleben.de besorgniserregend. Im Vergleich zu 2012/2013 hat sich alleine in Bayern und Nordrhein-Westfalen der Bestand um 50.000 verringert. Auch die Experten von jagderleben.de machen wie NABU darauf aufmerksam, dass das Überleben der Feldhasen immer schwieriger wird, da sich der Lebensraum verändert. Wenn sich vielfältige Agrarlandschaften mit Wildkräutern und Gräsern in Monokulturen verwandeln, ist kein Platz mehr für den schnelle Sprinter. Kommt noch eine nasskalte Witterung im Frühjahr hinzu, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Jungen. In einigen Bundesländern wurde die Hasenpest (Tularämie) festgestellt, die auch für Menschen ansteckend ist und ebenfalls zu einer Dezimierung der Feldhasen beiträgt.

Laut NABU kommen immer mehr Feldhasen in Stadtgebiete

NABU weist darauf hin, dass die Feldhasen in den letzten Jahren verstärkt in den Stadtgebieten beobachtet werden. Die Suche nach Nahrung treibt die Feldhasen in die städtischen Regionen. Zwischen Hochhäusern befinden sich meist große Freiflächen, die nicht gedüngt wurden und auf denen sich eine vielfältige Flora entwickelt hat. Diese liefern den Feldhasen eine lebenswichtige und abwechslungsreiche Nahrung, wie sie in Monokulturen nicht zu finden ist.
NABU erklärt weiterhin, dass Hecken und Büsche den Feldhasen Schutz vor natürlichen Feinden und Hunden bieten.

Feldhase NABU

Textquelle: jagderleben, nabu Autor: Ulrike Rensch

Bildquelle:Foto 1: nnordost/Flickr CC BY-SA 2.0 Foto 2: xulescu_g/flickr CC BY-SA 2.0 Foto 3: Frank Vassen / Flickr CC BY 2.0