1. Home
  2.  › Körper & Geist
  3.  › Gesundheit
Homöopathie Schüßler Salze Selbstheilung
Homöopathie & Wirksamkeit

Schüßler-Salze: Homöopathie für Selbstheilung oder Mittel ohne Wirkung?

Der Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelte vor fast 150 Jahren die Schüßler-Salze. Noch heute werden sie in der Homöopathie oft als Mittel für die Selbstheilung eingesetzt. In der Wissenschaft ist die Wirkung der Salze jedoch umstritten.

Bereits in den 1870er Jahren war der homöopathische Oldenburger Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler davon überzeugt, dass Krankheiten durch eine Störung im Mineralstoffhaushalt entstehen. Er begab sich auf die Suche nach einer einfachen Heilmethode für die Selbstbehandlung und entwickelte dabei die weltbekannten Schüßler-Salze. Es gibt in der Homöopathie verschiedene Schüßler-Salze, die aus zwölf verschiedenen Mineralsalzverbindungen bestehen, die sogenannten zwölf Funktionsmittel. Jedes der Salze hat einen anderen Namen wie zum Beispiel Calcium fluoratum D12 oder Calcium sulfuricum D6  und ist für unterschiedliche Beschwerden geeignet. Die Salze sorgen für eine Versorgung der Zellen mit Mineralsalzen, die so den gestörten Mineralstoffhaushalt ins Gleichgewicht bringen, denn unsere Zellen benötigen genügend Nährstoffe, um die lebenserhaltenden Funktionen auszuführen.

Anzeige

Homöopathie Salze Globuli

Schüßler-Salze gibt es als Tabletten und Globuli ©santje09/iStock

Zwölf Schüßler-Salze und Homöopathie

Die zwölf Schüßler-Salze behandeln nicht spezifische Symptome einer Krankheit, sondern regen den Organismus dazu an, sich selbst zu heilen. Bei der Herstellung der Salze benutzte Schüßler das homöopathische Prinzip der Potenzierung. Bei der Potenzierung werden die Mineralsalze so lange verdünnt, bis man sie gerade noch nachweisen kann. So werden unerwünschte Nebenwirkungen reduziert, die Wirkung bleibt aber gleich, bzw. laut der Meinung verschiedener Homöopathen sogar noch verstärkt. Die Salze werden in der Regel als Tabletten eingenommen, aber auch als Globuli. Die Wissenschaft ist jedoch nicht überzeugt von der sogenannten „Biochemie nach Schüßler“, denn naturwissenschaftlich lässt sich ihre Wirkungsweise nicht erklären und ihre Wirkung konnte in Studien bisher noch nicht belegt werden. Für Schüßler-Salze gilt aber das Gleiche wie für die Homöopathie: Es muss kein überprüfbarer Wirksamkeitsnachweis erbracht werden. Den Verwendern reicht meistens der Erfahrungswert anderer Nutzer. Viele Ärzte und Heilpraktiker sehen Schüßler-Salze deshalb auch aufgrund der fehlenden Nebenwirkungen als geeignete alternative Heilkundemethode an, mit der jeder sich selbst behandeln kann – der Glaube kann bekanntlich Berge versetzen und oft Krankheiten heilen.

Anzeige

    Quelle: medicalpress.de
    Text: Kristina Reiß