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7.000 Tiere vor EU-Chemikalientests gerettet

In Folge der EU-Chemikalien-Verordnung REACH werden tausende alte und neue Chemikalien mittels Tierversuchen auf ihre Giftigkeit überprüft. Seit 2007 werden die möglichen Risiken von Textilfarben, Maschinenöl oder Pflanzenschutzmitteln für Mensch und Umwelt an Tieren, vor allem Ratten, getestet. Die Chemikalien sollen bis 2018 auf ihre Giftigkeit getestet werden. Nach Schätzungen werden über 50 Millionen Tiere im Rahmen der EU-Verordnung qualvoll sterben.

Doch der Verein Ärzte gegen Tierversuche (ÄgT) kann nun erste Erfolge gegen die Chemikalien-Richtlinie REACH verbuchen: Die Toxikologie-Experten der ÄgT konnten der Chemikalienbehörde ECHA, von der die Tierversuche genehmigt werden müssen, nachweisen, dass es bereits Daten über die zu prüfenden Chemikalien gibt und die Tierversuche damit unnötig sind. Zwei Versuchsreihen wurden daraufhin abgelehnt und zwei Anträge auf Tierversuchsreihen wurden von den Chemie-Unternehmen selbst zurückgezogen.

Den Tieren sollten während der Schwangerschaft Chemikalien verabreicht werden, um die Auswirkungen auf die Nachkommen zu untersuchen. Der ÄgT konnte auf diese Weise etwa 7.000 Tiere vor dem sicheren Tod bewahren!

Foto: ÄgT/Text: Marie A. Wagner

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