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Mitte Oktober hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die ?Naturschutz-Offensive 2020? vorgestellt.
Programm zum Artenschutz

Der Artenschutz geht in die Offensive

Die biologische Vielfalt zu erhalten, steht schon seit einigen Jahren auf der Agenda der deutschen Politik. Bisher ist wenig passiert. Ein neues Programm soll jetzt dafür sorgen, dass die gesetzten Ziele bis zum Jahr 2020 doch noch erreicht werden.

Mitte Oktober hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die „Naturschutz-Offensive 2020“ vorgestellt. Die rund vierzig Maßnahmen des Handlungsprogramms sollen dabei helfen, die Artenvielfalt zu verbessern – und zwar innerhalb der nächsten fünf Jahre. Dafür sind zehn Handlungsfelder definiert worden, auf denen die Initiativen umgesetzt werden sollen. So fordert die Offensive beispielsweise ein Umdenken in der Agrarpolitik und Forstwirtschaft, den verstärkten Schutz der Meere und mehr Natur in den Städten. Der Fokus liegt dabei auf Deutschland, doch auch die internationale Gemeinschaft soll mit ins Boot genommen werden.

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Bisherige Maßnahmen sind nicht ausreichend

Viel Zeit bleibt nicht mehr, um die ambitionierten Ziele zu erreichen, die größtenteils schon seit 2007 auf dem Plan der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ stehen. Bei einigen ist die Umsetzung, die bis 2015 geplant war, bereits gescheitert. Umweltverbände wie der BUND fordern deswegen eine konsequente Umsetzung der „Naturschutz-Offensive“, um den Artenschwund zu beenden und den Zustand der Schutzgebiete nachhaltig zu verbessern. Denn – und mit dieser Tatsache begründet auch das Bundesumweltministerium seine nun angekündigten Schritte – die Maßnahmen, die bisher ergriffen worden sind, reichen nicht aus.

Alle Handlungsfelder und Initiativen der „Naturschutz-Offensive 2020“ finden Sie hier.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; BUND, Bild: Romolo Tavani, Text:  Ronja Kieffer