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Atomkraftwerk Greenpeace

©TomasSereda/iStock

Greenpeace: Viele Atomkraftwerke in Europa überaltert

Eine Studie hat ergeben, dass alte Atomkraftwerke eine immer größere Gefahr darstellen. Greenpeace protestiert jetzt vor den AKWs in Tihange und Beznau.

Über ein hundert Greenpeace-Aktivisten protestierten am 5. März an den Atomkraftwerken in Beznau (Schweiz) und Tihange (Belgien), die sich in der Nähe der deutschen Grenze befinden, um dort auf überalterte Atomreaktoren aufmerksam zu machen. Heinz Smital, Kernphysiker und Greenpeace Atomexperte erklärte vor Ort in Tihange: „Die überalterten Atomkraftwerke sind tickende Zeitbomben. Der Weiterbetrieb ist absolut unverantwortlich. Die maroden Uralt-Meiler an der Grenze zu Deutschland müssen unverzüglich vom Netz gehen bevor es zu einem schweren Unfall mit Auswirkungen für ganz Europa kommt.“ Ein neu von Greenpeace veröffentlichter Report beweist, dass durch das zunehmende Alter eines Atomreaktors die Gefahr eines schweren Unfalls steigt. Die Laufzeit des störanfälligen Atommeiler Tihange 1 in Belgien wurde trotzdem auf fünfzig Jahre verlängert. Beznau ist mit ganzen 45 Jahren das älteste AKW der Welt. In ganz Europa steigt unterdessen die Gefahr für einen Unfall, denn ganze sechzig Atomkraftwerke sind über dreißig Jahre alt, einige sogar älter als vierzig Jahre.

Quelle: Greenpeace
Text: Kristina Reiß

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