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Atommüll

©Teka77/iStock/Thinkstock

Untersuchung von deutschem Atommüll im Atlantik

Die Bundesregierung spricht sich dafür aus, Atommüll, der durch Deutschland und andere Länder im Meer entsorgt wurde, zu untersuchen und die Auswirkungen der Radioaktivität zu erforschen.

Erstmals hat sich die deutsche Bundesregierung dafür eingesetzt die Meeresgebiete in Europa genauer zu untersuchen, in denen bis in das Jahr 1982 gefährlicher Atommüll versenkt wurde. Forscherteams sollen herausfinden, wie sich die Radioaktivität aus leckenden Fässern auf die Nahrungskette und lebende Organismen auswirkt. Das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ hat exklusiv ein Positionspapier der Bundesregierung zu diesem Thema auf der Internetseite des Magazins veröffentlicht. Das Positionspapier wurde im Februar in den Ausschuss „Radioaktive Substanzen“ der Internationalen Meeresschutzorganisation OSPAR eingebracht. Deutschland hat eine traurige, große Rolle in der Entsorgung von Atommüll im Meer: Im Jahr 1967 hatte Deutschland die erste gemeinsame, internationale Versenkung von Atommüll angeregt. Insgesamt wurden damals 480 Stahlfässer aus dem Kernforschungszentrum in Karlsruhe gemeinsam mit britischem und belgischem Atommüll im Atlantik versenkt. Alles in allem wurden so 220.000 Fässer mit radioaktivem Müll an 15 Stellen im Atlantik abgelegt. Bereits im Jahr 2011 berichtete „Report Mainz“ darüber, dass die Atommüllfässer auslaufen.

Quelle: Report Mainz
Text: Kristina Reiß

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