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Baumwolle

©samer chand/iStock

Internationale Baumwolltagung: Menschenrechte?

Die Internationale Baumwolltagung in Bremen ignoriert Missstände wie Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit. Die Aktion END COTTON CRIMES klärt auf.

Vom 19. bis zum 21. März 2014 treffen sich in Bremen Fachleute aus der ganzen Welt zur 32. Internationalen Baumwolltagung unter dem Motto „Cotton for People“. Was zunächst wie ein Thema klingt, das sich mit Menschenrechten und Arbeitsbedingungen beschäftigt, ist tatsächlich aber nicht so: Das Konferenzprogramm behandelt weder die problematische Arbeitssituation in der Baumwollindustrie noch Themen wie Kinderarbeit. Stattdessen wird nur über Qualität und Gentechnologie geredet, dabei werden auf allen Produktionsstufen der Baumwollindustrie Menschenrechte in großem Ausmaß verletzt. In Usbekistan, Indien, Pakistan, Bangladesch und anderen armen Ländern werden in der Baumwollindustrie keine Mindestlöhne gezahlt, Kinderarbeit ist an der Tagesordnung und Schichten, die oft zwölf Stunden dauern sind keine Seltenheit. Zusätzlich wird die Gesundheit der Menschen auch noch durch giftige Pestizide und Färbemittel gefährdet. Aus diesem Grund finden am 19. März 2014 ab 13 Uhr am Bremer Rathaus Aktionen unter dem Titel END COTTON CRIMES, anlässlich der Eröffnung der Bremer Konferenz, statt.

Quelle: SÜDWIND
Text: Kristina Reiß

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