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Wie sauber sind deutsche Gewässer wirklich?
Gewässerqualität

Starke Belastung der Gewässer mit Schadstoffen

Mikroplastik und andere winzig kleine Schadstoffpartikel verschmutzen unsere Gewässer. Um eine Verbesserung der Wasserqualität zu erreichen, sollen in Nordrhein-Westfalen in den nächsten fünf Jahren im Rahmen eines umfangreichen Programms zehntausende Maßnahmen umgesetzt werden.

Die starke Belastung der Gewässer durch Mikroschadstoffe ist ein Problem, das dringend angegangen werden muss. Denn winzige Plastikpartikel, Arzneimittel-Rückstände und Industrie- und Haushaltschemikalien bedrohen die Gewässerökologie und verursachen Organschäden sowie Veränderungen von Geschlechtsmerkmalen und Verhalten bei Fischen und anderen Lebewesen.

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Viele Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität

In Nordrhein-Westfalen sind die Gewässer aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und der großen Industrie-Präsenz besonders stark belastet; mehr als 1000 Mikroschadstoff-Substanzen können allein im Rhein nachgewiesen werden. Deshalb hat die Landesregierung das „Programm Reine Ruhr – zur Strategie einer nachhaltigen Verbesserung der Gewässer- und Trinkwasserqualität in Nordrhein-Westfalen“ auf den Weg gebracht, in dessen Rahmen zwischen 2016 und 2021 mehr als 12.000 Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

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Darüber hinaus unterstützt das Land eine Verbesserung der Klärtechnik in Deutschland, denn diese ist bereits dreißig Jahre alt und muss dringend an die neuen Herausforderungen angepasst werden. Umweltminister Minister Johannes Remmel fordert darüber hinaus strengere Obergrenzen für Mikroschadstoffe und sieht zum einen die Bundesregierung in der Pflicht, entsprechende gesetzliche Vorgaben zu machen sowie die Industrie, sich daran zu halten. Das betonte er bei einem Symposium des Umweltministeriums mit 500 Experten, das im September in Düsseldorf stattfand.

Quellen: MKULNV, Bild: Depositphotos/Hackman, Text:  Ronja Kieffer