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Die Brüder Eiling beteiligen sich mit der Bio-Mühle Eiling an der Qualitätsinitiative ?Bio mit Gesicht?
Lebensmittel-Transparenz

Bio-Branche machts vor: So geht Transparenz

Nicht erst seit den Lebensmittelskandalen der letzten Jahre fordern Verbraucher mehr Lebensmittel-Transparenz. Konventionelle Verpackungen enthalten meist keinen Hinweis darauf, woher ein Produkt oder dessen Rohstoffe stammen. In der Bio-Branche sorgen derweil verschiedene Initiativen für Transparenz bei Bio-Lebensmitteln. 

Füllmenge, Zutatenliste, Mindesthaltbarkeitsdatum: Das sind einige der Angaben, die laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf keiner Lebensmittelverpackung fehlen dürfen. Auch Name und Anschrift des Lebensmittelunternehmers müssen vorhanden sein. Transparenz ist trotzdem etwas anderes. Denn beim sogenannten Lebensmittelunternehmer handelt es sich im Zweifelsfall um den Händler. Angaben über die Herkunft eines Produktes oder der verwendeten Rohstoffe suchen Verbraucher meist vergeblich.

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Initiativen für mehr Lebensmittel-Transparenz kommen aus der Bio-Branche

Doch es gibt auch Gegenbeispiele, und zwar aus der Bio-Branche. Naturkost Elkershausen setzt seit 2012 mit der Eigenmarke „Für euch nah“ ein Zeichen für mehr Transparenz bei Bio-Lebensmitteln. Auf der Vorderseite jeder Produktverpackung ist eindeutig zu erkennen, von welchem der sieben Bio-Landwirte, die als Partner der Marke aktiv sind, die Rohwaren stammen. Die Rückseite weist ebenso deutlich die Abpackstation aus. Das bewährte Prinzip findet ab sofort auch Anwendung bei der neuen Eigenmarke „VON“.

Für Molkereien ist es schwieriger, die Wertschöpfungskette auf der Verpackung transparent zu machen, da sie nicht genau sagen können, von welchem Landwirt die Milch in einem bestimmten Karton oder einer Flasche stammt. Die Upländer Bauernmolkerei macht deswegen auf ihrer Webseite mithilfe einer Karte und einzelnen Hofporträts deutlich, von welchen Landwirten sie ihre Milch beziehen. Und auch die Qualitäts- und Rückverfolgungsinitiative „Bio mit Gesicht“ ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Lebensmittel-Transparenz. Daran beteiligen sich Unternehmen wie die Bio-Mühle Eiling. Das Prinzip: Jeder Rohstoff und jedes Produkt erhalten eine Nummer, über deren Eingabe der Verbraucher genau sehen kann, woher beide stammen. Wie so häufig ist die Bio-Branche der konventionellen Lebensmittelindustrie also mehr als einen Schritt voraus – hoffentlich nicht mehr lange!

Mit der neuen Eigenmarke ?VON? sorgt Naturkost Elkershausen für Transparenz

Quellen: Verein "Bestes Bio - Fair für alle" e.V., Bild: www.biofair-vereint.de/regional, Text: Ronja Kieffer