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Die Rückkehr der Europäischen Auster?
Naturschutz-Projekt

Europäische Auster vom Aussterben bedroht

Die Europäische Auster ist vom Aussterben bedroht. Im Rahmen eines Projekts wird erforscht, ob und wie in der deutschen Nordsee neue Bestände angesiedelt werden können. Das ist wichtig, denn Austernriffe sind Hot Spots der biologischen Vielfalt.

Fischerei, schwindender Lebensraum, kalte Winter und Krankheiten haben dazu geführt, dass die Europäische Auster (Ostrea edulis) in weiten Teilen Europas ausgestorben ist. Diese Entwicklung hat schon mit der Industrialisierung begonnen und im 20. Jahrhundert ihren drastischen Lauf genommen. Auch in der deutschen Nordsee gibt es keine Populationen mehr.

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Naturschutz-Projekt in der Nordsee

Dabei sind Austernriffe sehr wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt, denn sie bieten Nahrung und Lebensraum für viele Tiere und sind eine Kinderstube für diverse Fischarten. Außerdem verbessern sie dank ihrer hohen Filtrationsleistung die Wasserqualität maßgeblich. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat deshalb gemeinsam mit seinem dessen Projektpartner, dem Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven, ein Naturschutz-Projekt in der Nordsee ins Leben gerufen.

In dessen Rahmen sollen innerhalb der nächsten drei Jahre Methoden und Verfahren entwickelt werden, die einen nachhaltigen Wiederaufbau des Austernbestands in der deutschen Nordsee ermöglichen. Das seit April 2016 laufende Projekt wird von Wissenschaftlern des AWI durchgeführt und von der Abteilung Meeresnaturschutz des BfN betreut und beinhaltet auch die modellhafte Umsetzung der entwickelten Maßnahmen in die Praxis. Es basiert auf einer 2014 erstellten Machbarkeitsstudie des BfN zur potentiellen Wiederansiedlung der Europäischen Auster.

Quellen: Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bild: depositphotos/ theplatypus, Text: Ronja Kieffer