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Biosprit macht leere Bäuche

Die Hilfsorganisation Oxfam fordert von den EU-Energieministern einen Verzicht auf Biosprit und einen sofortigen Stopp der Zehn-Prozent-Beimischungsquote angesichts der weltweiten Ernährungskrise. Die heute veröffentlichte Studie „The Hunger Grains“  (Das Hunger-Getreide) von Oxfam verdeutlicht die schwierige Situation.

Die Biokraftstoffvorgaben der EU haben weltweit verheerende Auswirkungen. Mais und Soja erreichten diesen Sommer einen neuen Rekordpreis und werden damit für viele Menschen unerschwinglich. Die Biokraftstoffproduktion für die EU und die USA lässt zweifelsohne die Weltmarktpreise explodieren.

Die Hilfsorganisation Oxfam veröffentlicht heute, am 17. September 2012, eine Studie zur Nahrungsmittelknappheit und Biokraftstoffen. Die Ergebnisse sind erschreckend und sollten uns endlich wachrütteln. Hätte man das Land, das 2008 zur Produktion von Biokraftstoffen verwendet wurde, für den Anbau von Getreide genutzt, hätte man mit dem Ertrag 127 Millionen Menschen für ein ganzes Jahr davon ernähren können! Aber die Herstellung von Biokraftstoffe  verschlechtert nicht nur die Ernährungslage von Millionen von Menschen, die Monokulturen schaden auch der Umwelt und es werden riesige Mengen an Wasser verbraucht.

Oxfam fordert nun ein sofortiges Aus des Biosprits und der staatlichen Subventionen, damit Grundnahrungsmittel wieder für alle Menschen erschwinglich werden. Außerdem sind die Nachhaltigkeit und die Umweltfreundlichkeit des Pflanzentreibstoffes umstritten und es sollen künftig alle während der Produktion anfallenden CO2-Emissionen berücksichtigt werden.

Quelle: Oxfam/Text: Marie A. Wagner

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