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VCD_Bahntest

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Deutsche Bahn hat weiterhin Probleme

Verspätungen, nicht erreichte Anschlusszüge, mangelhafte Ausstattung der Züge – die Probleme der Deutschen Bahn sind allen Bahnfahrern bekannt. Um das Bahnfahren attraktiv zu machen, will die Deutsche Bahn bis 2015 rund 330 Millionen Euro investieren, und dadurch die Bereiche Verlässlichkeit, Qualität und Service sowie die Kundeninformation zu verbessern.    

Die Basis der Ergebnisse des »VCD Bahntest 2013« bildete die Befragung eines Panels des Hamburger Forschungsinstituts Quotas. Dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer protokollierten über einen Zeitraum von vier Monaten bundesweit 1035 Fahrten im DB-Fernverkehr.

In den Hauptverkehrszeiten verpassen rund 44 Prozent der Reisenden wegen einer Zugverspätung ihren Anschlusszug.  „Wenn fast jeder dritte Fernverkehrszug verspätet  ankommt und Reisende dadurch ihre Anschlusszüge nicht erreichen, hat der Bahnverkehr ein Problem. Reisen mit der Bahn ist nur dann attraktiv und eine Alternative zum Pkw, wenn die Reisekette von Tür zu Tür zuverlässig funktioniert.“,  so Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des VCD.

Ein weiteres Problem ist die veraltete Fahrzeugflotte der IC/EC-Züge, das sich auch bis Ende 2014 nicht verändert wird. Die Deutsche Bahn hat viel zu spät neue Züge bestellt. Vorsorglich reduzierte Zuggeschwindigkeiten im Winter, Verspätungen und ein schlechter Gesamteindruck vom Zugmaterial werden dessen ungeachtet noch bis Ende 2014 das Bild im Fernverkehr bestimmen. Erst danach ist zu erwarten, dass neue Züge in ausreichender Zahl zum Einsatz kommen können.

Die weiteren Beurteilungen, zu Informationen bei Abweichungen vom Fahrplan während der Fahrt (Note 2,6) sowie zur Akustik der Durchsagen in den Bahnhöfen (Note 2,5), fallen im »VCD Bahntest 2013« besser aus als im Jahr 2011. Dennoch muss beides weiter optimiert werden.

Quelle: VCD / Text: Christina Jung

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