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Derzeitige Abgasuntersuchungen ungenügend

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert die derzeitigen Abgaswerte bei Abgasuntersuchungen und fordert angesichts der aktuellen Revision der EU-Verordnung zur AU eine rasche Anpassung.

Die Abgasuntersuchung (AU) ist in ihrer aktuellen Form nicht geeignet, um Fehler in der Abgasreinigung verlässlich aufzudecken und unnötige und vermeidbare Luftverschmutzung zu verhindern. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) nach eigenen Messungen, nachdem sie mehrere Dieselfahrzeuge prüfte, die vorher die AU durchlaufen hatten. Das erschreckende Ergebnis: Die Hälfte der Autos erhielt die Prüfplakette nach geltenden Kriterien, obwohl ihre Emissionen nachweislich stark erhöht sind.

Das Fazit der DUH: Seit Einführung im Jahr 2005 sind die AU-Kriterien nicht mehr in der Lage, den technologischen Fortschritt der Fahrzeuge nachzuvollziehen. Ein Auto mit einem defekten oder wieder ausgebauten Partikelfilter kann die Prüfung ohne Beanstandung überstehen. Die Umweltschutzorganisation fordert deshalb, die Fahrzeuguntersuchung zusätzlich mit einer so genannten Endrohrmessung durchzuführen, die einzelne Schadstoffe direkt aus dem Abgasstrang untersucht und Fehler in der Abgasreinigung transparenter macht.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V. / Text: Christina Jung

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