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Wildkatzen in Deutschland

Wildkatze in Deutschland

Die Wildkatze in Deutschland soll durch eine neue Gendatenbank geschützt werden. Ein wertvolles Projekt, um die Tiere vor dem Aussterben zu bewahren.

Deutschland ist wieder das Land der Wildkatze geworden. Vor allem im Westen, in der Eifel und Hunsrück, sowie im Leine-Weser-Bergland, Harz und Hainich konnten viele Wildkatzen-Populationen nachgewiesen werden. Zu verdanken ist die Verbreitung dieser in Deutschland vom Aussterben bedrohten Tiere einer neuen Gendatenbank. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) bekommen dadurch wertvolle Erkenntnisse für den Natur- und Artenschutz dieser Tiere geliefert.

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519 einzelne Wildkatzen konnten nachgewiesen werden

„Das Förderprojekt Wildkatzensprung mit seiner neuen Gendatenbank unterstützt im hohen Maße die Bundesstrategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt“, sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Es ist einzigartig, denn wir erhalten hier bundesweit das erste Mal solch umfangreiche genetische Informationen über eine bedrohte Säugetierart. Mit dem Wissen zur genetischen Struktur und zum Wanderverhalten der Wildkatze können wir unsere Aktivitäten zur Vernetzung von Lebensräumen und zur Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie noch effektiver gestalten“, so Jessel.
Rund 3.000 Haarproben dieser Tiere wurden in Deutschland dazu gesammelt und ausgewertet. Rund 519 einzelne Wildkatzen konnten so nachgewiesen werden. Wird die Wildkatze in Deutschland wieder richtig heimisch, bedeutet das ein besonderer Erfolg des Naturschutzes.

Wildkatzen in Deutschland

Textquelle: BUND, Bildquelle: ©Thomas Stephan/BUND, Autor: red