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Discounter Kinderkleidung Textilien

©serezniy/iStock

Primark: Discounter bis 2020 ohne Chemikalien in Kleidung

Der Textildiscounter Primark hat die Detox-Verpflichtung von Greenpeace unterschrieben und stellt bis 2020 ohne Chemikalien Kleidung her.

Die Luxusmarke Burberry hat erst vor kurzem bekannt gegeben, dass sie auf gefährliche Chemikalien verzichtet  und die Detox-Verpflichtung von Greenpeace unterschreibt. Der Textildiscounter Primark zieht nun nach. Kirsten Brodde, Chemie-Expertin von Greenpeace sagt: „Primarks Verpflichtung zeigt, dass auch Billigmarken den Trend hin zu giftfreier Kleidung nicht verpassen wollen. Das ist durchaus eine harte Nuss für einen Discounter, der schnelllebige Massenware herstellt.“ Primark hatte zugestimmt, bis 2020 gefährliche Chemikalien aus allen Produkten und der gesamten Produktionskette zu verbannen. Außerdem hatte das Unternehmen bekannt gegeben, dass es die Abwasserdaten der Zulieferer öffentlich machen wird. So kann sich die Bevölkerung in der Nähe der Fabriken über die Belastung von Flüssen und Trinkwasserressourcen informieren.

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Weichmacher und Chemikalien in Kleidung

Primark kontert mit der Entscheidung auf die öffentliche Kritik von Greenpeace. Im Januar wurde im großen Kinderkleidungstest von Greenpeace auch in Mode von Primark Chemikalien gefunden. Weichmacher (Phthalate) waren enthalten und auch per- und polyfluorierte Chemikalien, die zu Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Brodde ist erleichtert über den Schritt: „Der Schritt von Primark ist ein Hoffnungsschimmer für Flüsse und Trinkwasser in China und anderen Produktionsländern. Wir fordern Primark auf, auch die sozialen Bedingungen der Textilarbeiter zu verbessern. Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen müssen Hand in Hand gehen. Die Marken sind dafür verantwortlich, beides zu garantieren.“

Quelle: Greenpeace
Text: Kristina Reiß