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Dosen sind Einwegprodukte und schädigen die Umwelt.© Marek Kosmal/iStock/Thinkstock

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Lidl verkauft umweltunfreundliche Einweggetränkedosen

Der Discounter Lidl verkauft passend zur Weltmeisterschaft im Fußball wieder umweltunfreundliche Getränkedosen mit Bier. Die DUH verurteilt diesen Rückschritt für die Umwelt.

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. berichtet, dass der Discounter Lidl erstmals seit vielen Jahren, passend zur Fußball-Weltmeisterschaft wieder Getränkedosen verkauft. Die DUH kritisiert diesen Schritt und bezeichnet ihn als „umweltunfreundlich und rückwärtsgewandt“. Lidl widerspreche damit seinem Prinzip und Leitmotiv der ökologischen Verantwortung. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch erklärt: „In den vergangenen Monaten versuchte Lidl sein Umwelt-Schmuddelimage mit einer Intensivierung der Umweltpressearbeit loszuwerden. Pünktlich zur Fußball-WM beweist der größte Discounter allerdings einmal mehr, dass ihm Profitdenken und Billigstpreise wichtiger als Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind. Die Bierdose ist ein Statement gegen die Umwelt. Lidl hat die Zeichen der Zeit noch immer nicht verstanden“.

Bilanzen des Umweltbundesamtes als auch von Dosenherstellern selbst bestätigen, dass Getränkedosen gerade im Gegensatz zu wiederbefüllbaren Mehrwegflaschen, große ökologische Nachteile mit sich bringen. Dosen beinhalten Weißblech als auch Aluminium, die besonders energieintensiv hergestellt werden, wodurch mehr fossile Rohstoffe verbrannt werden. Zusätzlich wird für Dosen fast nur Neumaterial und kein Recyclingmaterial verwendet und die Förderung von Aluminiumerz zerstört in vielen Teilen der Welt die Natur. Zusätzlich verursachen Einwegprodukte mehr Müll als Mehrwegprodukte.

Quelle: DUH
Text: Kristina Reiß

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