1. Home
  2.  › News
Atomkraftwerk

Müssen wir ohne das Erneuerbare-Energien-Gesetz bald wieder stärker auf Energie aus Atomkraftwerken setzten?

Energiewende in Gefahr

Etliche Politiker und Wirtschaftsvertreter wollen das Erneuerbare-Energien-Gesetz, den Wegbereiter für die Energiewende, abschaffen.  Eine neue repräsentative Umfrage zeigt allerdings, dass die deutsche Bevölkerung zum Großteil hinter dem EEG steht. Greenpeace fordert deshalb die Rettung des EEG.

Achtzig Prozent der Bundesbürger stehen hinter dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das ist das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag von Greenpeace Energy. Während 20 Prozent der Befragten das Gesetz in seiner jetzigen Form behalten möchten, wünschen sich 60 Prozent ein optimiertes EEG. Lediglich 13 Prozent der Befragten sprechen sich gegen das Gesetz aus. "Einer großen Mehrheit der Bevölkerung ist klar, was etliche Politiker vergessen haben oder im Interesse bestimmter Lobbygruppen beiseiteschieben: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist das Rückgrat der Energiewende", sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy.

Im ersten Halbjahr 2012 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland 25 Prozent. Dies gilt allgemein als ein Erfolg, der durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz erreicht wurde. Gleichwohl ist das EEG in der aktuellen Kostendiskussion in die Kritik geraten. "Langfristig senkt der Ausbau der Erneuerbaren die Kosten der Stromerzeugung insgesamt. Was wir brauchen, ist ein reformiertes, verbessertes EEG, das den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland weiter vorantreibt, den Anlagenbetreibern eine angemessene Vergütung garantiert, die Kosten der Energiewende fair verteilt und Wind und Sonne auf vernünftige Art und Weise in den Strommarkt integriert", fordert Marcel Keiffenheim.

Die Energie-Genossenschaft Greenpeace Energy hat die Aktion "Rettet das EGG" gestartet. Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Bundestagsabgeordneten auffordern, sich für den Erhalt des Gesetzes einzusetzen.

Quelle: Greenpeace Energy eG / Text: Marie A. Wagner

Anzeige