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Alternativer Strom

Die Menschen wollen die Energiewende selbst in die Hand nehmen und mehr Anteil an Projekten haben.

Energiewende von unten

Die Diskussion um die Energiewende und die zukünftige Energieversorgung gewinnt immer mehr an Schärfe. Zahlreiche BürgerInn, Energiegenossenschaften und Organisationen wollen die Energiewende  darum nun selbst in die Hand nehmen.

Das Netzwerk „Energiewende jetzt“ und die Heidelberger Energiegenossenschaft haben nun eine Aktion gestartet, um die öffentliche Aufmerksamkeit für die Idee einer dezentralen, nachhaltigen Energieversorgung in Bürgerhand zu stärken. Auftakt ist eine gemeinsame Erklärung mit Forderungen zur Energiewende.

Die über 6000 Mitglieder des Netzwerkes fordern eine Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetztes (EEG), damit  die Energiewende schneller realisierbar und von der Bevölkerung besser akzeptiert wird. Sie fordern unter anderem, dass unsachgemäße Befreiungen von der EEG-Umlage für Unternehmen abgeschafft werden, um den Strompreis zu senken, die Einführung eines nationalen Energiesparfonds, um den Energieverbrauch effektiv senken zu können, und ein Markteinführungsprogramm für Energiespeicher. Außerdem sollte die Bürgerbeteiligung an Windparks gefördert und erleichtert werden, damit dezentrale Energieprojekte leichter akzeptiert werden und die Wertschöpfung in der Region bleibt. Auch die Direktvermarktung sollte stärker unterstützt und neue Techniken genutzt werden. Eine weitere Forderung des Netzwerkes ist die Abschaffung der Deckelung des Gesamtausbaus für Photovoltaik pro Kalenderjahr.

Durch die Fokussierung auf die Regionen, Städte und Gemeinden werden Potenziale vor Ort genutzt und die regionale Wertschöpfung gesteigert. Nur so wird den Bürgern auf Dauer der Zugang zu sicherer und bezahlbarer Energie mit transparenten Preisen ermöglicht und die Abhängigkeit von immer teurer werdenden fossilen Brennstoffen beseitigt.

Quelle: Energiewende jetzt / Text: Marie A. Wagner

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