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Alle künftig verkauften Computer müssen Ökodesign-Richtlinien entsprechen © lucky336/ iStock/ Thinkstock

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EU setzt Ökodesign-Richtlinien für Computer fest

Die EU legt fest: Alle neu auf dem europäischen Markt verkauften Computer müssen ab sofort erstmalig Ökodesign-Richtlinien entsprechen.

Seit Anfang Juli gibt es auf dem europäischen Markt nur noch Desktop-Computer, Notebooks, Tablet-Computer, Thin-Clients, Workstations sowie einige Computer-Server, die den von der EU festgelegten Effizienz- und Informationsanforderungen entsprechen. Diese Standrads legen Mindestanforderungen in Sachen Energieeffizienz für jährlich ca. 70 Millionen in Europa verkaufte Geräte fest. Nach Schätzungen der EU-Kommission erhofft man sich von der Maßnahme zukünftig Energieeinsparungen von mindestens 12,5 Terrawattstunden pro Jahr. Das entspricht der Leistung von 16 mittelgroßen Kohlekraftwerken oder dem CO2-Ausstoß von 2,5 Millionen Autos. Doch grundsätzlich gilt: Der umweltfreundlichste Computer ist nach wie vor jener, dessen Nutzung möglichst lange erfolgt, denn bei der Herstellung der Geräte werden deutlich mehr Energie und Ressourcen eingesetzt als bei ihrem alltäglichen Gebrauch.

„Die Ökodesign-Standards wurden sorgfältig von allen betroffenen Seiten diskutiert und gemeinsam mit der EU-Kommission vereinbart, um sicher zu stellen, dass wir Fortschritte in Richtung besserer und effizienterer Produkte erzielen. Verbraucher und Unternehmen profitieren ab sofort bei Computer-Neuanschaffungen, indem sie durch Einsparungen beim Verbrauch ihre Stromkosten senken können. Das verringert die Abhängigkeit von Energieimporten und nützt gleichzeitig dem Klimaschutz“, so Robert Pörschmann, Energieexperte des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Quelle: BUND / Text: Christina Jung

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