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Nach Schiffsunfall vor Rügen: Ostsee nun radioaktiv?

Ein russischer Frachter, der vor der Küste Rügens in der Nacht zum 18. Oktober mit einer Segelyacht kollidiert war, hatte radioaktives Material geladen. Dabei handelte es sich um das Gefahrgut Uranhexafluorid und Urandioxid, beide der Klasse 7. Ist die Ostsee nun radioaktiv verseucht?

Das 100 Meter lange Frachtschiff "Mikhail Lomonosov" aus St. Petersburg hatte die Segelyacht eines britischen Skippers gerammt. Die Yacht wurde schwer beschädigt und musste daraufhin mit Hilfe eines Seenotrettungskreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in den Hafen von Glowe auf Rügen geschleppt werden. Die Kollision hatte bei der Yacht einen Mastbruch und einen Motorschaden verursacht.

Nach dem Unfall hatte die "Mikhail Lomonosov" die Fahrt fortgesetzt. Am Montagmorgen, 21. Oktober, sei der Frachter im Hamburger Hafen angekommen und ließ dort die radioaktive Fracht löschen. Dies bestätigte jetzt die Wasserschutzpolizei Hamburg.

Für die Ostsee bestehe keine weitere Gefahr, dennoch fordert die Hamburger Umweltschutzgruppe "SAND" den sofortigen Stopp von atomaren Transporten auf dem Wasserweg. Erst im Mai dieses Jahres war es im Hamburger Hafen zu einem Unfall mit Uranhexafluorid gekommen, als der Spezialfrachter "Atlantic Cartier" in Brand geraten war.

Quelle: NDR / Intro: iStock/ Thinkstock
Text: Christina Jung

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