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Gemeinsam zur Energiewende

Ökostrom liegt im Trend und immer mehr Bürger und Bürgerinnen wollen sich nicht mehr auf ihren Stromanbieter verlassen und werden so Mitglied in Energiegenossenschaften. Eine echte Alternative. 

erneuerbare Energie

Energiegenossenschaften mit erneuerbaren Energien werden immer beliebter ©iStockphoto/Thinkstock

Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands e.V. (DGRV) gemeinsam mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Agentur für Erneuerbare Energie e.V. (AEE) hat ergeben, dass Energiegenossenschaften immer wichtiger für eine dezentrale Energiewende werden. Bereits 1,2 Mrd. Euro wurden von mehr als 130.000 Mitgliedern, vorwiegend aus Privathaushalten, in Bürgerkraftwerke investiert. Trotzdem ist die Mitgliedschaft in einer Energiegenossenschaft kein Privileg von Großverdienern, denn man kann sich bereits mit Beträgen unter 100 Euro beteiligen.

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Regionaler Strom

Aktuell erzeugen genossenschaftlich errichtete Bürgerkraftwerke bereits 580 Millionen Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr  - dadurch könnten 160.000 Haushalte ein Jahr mit Strom versorgt werden. Der Schwerpunkt der Energieherstellung liegt momentan auf Solarstrom, aber auch Photovoltaik bleibt weiterhin Trend. Mehr als die Hälfte aller Genossenschaften denkt gleichzeitig über die regionale Direktvermarktung ihres Stroms nach, denn ab Januar 2014 entfällt für ein Zehntel des erzeugten Stroms keine Einspeisevergütung mehr, somit wird der Strom günstiger. Außerdem besteht die Möglichkeit von Vertriebskooperationen z.B. mit Stadtwerken, die bereits beim Endverbraucher etabliert sind. Allgemein ist aber für das Fortbestehen derartiger Bürgerenergieprojekte wichtig, dass die Politik langfristige verlässliche politische Rahmenbedingungen und den Einspeisevorrang für erneuerbare Energien sichert. 

Quelle: Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV), Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar),Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (AEE)
Text: Kristina Reiß