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Kein Patent auf Tierzucht

Züchter aus Kanada erhielten ein Patent auf Methoden zur Verbesserung der Ausbeute in der konventionellen Tierzucht. Greenpeace und Misereor legten nun erfolgreich Einspruch gegen das Patent  am Europäischen Gerichtshof ein.

Bei dem Patent auf Methoden zur Verbesserung der Ausbeute in der konventionellen Tierzucht kanadischer Züchter handelte es sich um die Nutzung natürlicher Erbanlagen, die mit der Fetteinlagerung in Verbindung stehen.  So sollten Tiere, besonders Schweine und Rinder, je nach Veranlagung und Bedarf immer wieder miteinander gekreuzt werden.

Das Verfahren ist allerdings nicht neu und keine erfinderische Leistung, sondern nur eine Geschäftsidee. Das Patent würde die normale Fortpflanzung  in bestimmten Tierzuchtverfahren monopolisieren und wurde damit abgelehnt. „Die heutige Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für Landwirte, Züchter und Verbraucher. Aber das Europäische Patentamt hat längst nicht alle Hintertürchen geschlossen, durch die Pflanzen und Tiere zu Erfindungen der Konzerne gemacht werden, kritisierte Christoph Then, Patentberater von Greenpeace. In den letzten Jahren wurde hier alles schon mal patentiert - von der normalen Tomate bis zum genmanipulierten Fisch. Ein wirklicher Kurswechsel ist nicht zu erwarten.“

In den letzten Monaten haben der Deutsche Bundestag und auch das Europäische Parlament Sowohl einen Stopp der Patente bei Tier- und Pflanzenzucht gefordert. Bisher hat das Europäische Patentamt sich dazu allerdings noch nicht geäußert.

Quelle: Greenpeace / Text: Marie A. Wagner

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