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Mode: kein weltweit Gütesiegel nötig

Die Aufforderung von H&M-Geschäftsführer Karl-Johan Persson ist zurückgeschlagen. Angeblich brauche die Modebranche kein neues, internationales Gütesiegel für fair produzierte Mode. Denn es gibt schließlich schon eins.

In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Der Spiegel forderte Persson ein weltweit gültiges Siegel für Bekleidung, ähnlich dem Fair-Trade-Siegel für Kaffee. Doch „Die Modebranche braucht kein neues, weltweites Gütesiegel für ökologisch und fair produzierte Textilien, denn es gibt bereits eines: den GOTS“, sagt Heike Scheuer, Leiterin der Geschäftsstelle des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (IVN) und bezieht sich dabei auf die Forderung des H&M-Geschäftsführers.

Ein weiteres internationales Gütesiegel für ökologisch und fair produzierte Textilien sei daher überflüssig. Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist weltweit anerkannt, stellt strenge ökologische und soziale Anforderungen und ist auch für internationale Industrie- und Handelskonzerne realisierbar. Die weltweit anerkannten Richtlinien geschaffen, die eine nachhaltige Herstellung von Textilien gewährleisten, angefangen von der Gewinnung der biologisch erzeugten Rohstoffe über eine umwelt- und sozialverantwortliche Fertigung bis hin zur transparenten Kennzeichnung. Im Jahr 2012 wuchs die Zahl der GOTS zertifizierten Betriebe von 2.713 Unternehmen in 2011 auf 3.016 Unternehmen.

Quelle: Die Grünen / Text: Christina Jung

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