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Atomkraftwerk

Bis 2040 sollen in Japan alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden

Japan beschließt Atomausstieg

Die japanische Regierung hat heute, am 14. September 2012, den schrittweisen Atomausstieg bekannt gegeben. Bis 2040 sollen alle Reaktoren des Landes abgeschaltet werden, berichtet der Spiegel. Damit zieht die japanische Regierung endlich weitreichende Konsequenzen aus der Atomkatastrophe in Fukushima.

Nach Berichten des Spiegels verkündete die japanische Regierung  heute den schrittweisen Atomausstieg bis 2040 und damit einen bedeutsamen Wechsel in der Energiepolitik des Landes. Von nun an dürfen keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden, allerdings sollen die bereits bestehenden Reaktoren, soweit sie von der Regulierungsbehörde als sicher erachtet werden, wieder hochgefahren werden. Die Regierung hatte nach der Atomkatastrophe von Fukushima die 54 Reaktoren des Landes zu Sicherheitsüberprüfungen abgeschaltet und bisher erst zwei der Reaktoren wieder hochgefahren.

Vor der fatalen Katastrophe bezog Japan rund 30 Prozent seiner Energie aus Atomkraft und will nun stärker auf erneuerbare Energien setzten und den Stromverbrauch senken. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtversorgung auf 30 Prozent anwachsen und der Stromverbrauch soll im Vergleich zu 2010 um 10 Prozent gesenkt werden.

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima hatte die japanische Bevölkerung massiv gegen Atomkraft protestiert und auch weltweit kam große Kritik auf.

Text: Marie A. Wagner

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