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Biberfamilie_in_der_Wilhelma

© Wilhelma Stuttgart

Fünf auf einen Streich: Bibernachwuchs in der Wilhelma

Lange Zeit ging es recht ruhig zu in der „Biberburg“ der Wilhelma direkt neben den Eisbären. Doch inzwischen wimmelt es hier ganz ordentlich: Denn fünf junge Kanadische Biberchen sorgen derzeit dafür, dass ihre Eltern alle Pfoten voll zu tun haben.

Den Vormittag verschläft die ganze Bande zwar meistens im Bau, doch am Nachmittag erfreuen sie sich zu Land und zu Wasser mit ihrem harmonischen Familienleben. Nach einer Tragzeit von rund dreieinhalb Monaten kamen die Jungtiere auf die Welt.

Schon bei der Geburt sind Biber voll behaart und können sehen. Trotzdem bleiben die Jungtiere die ersten Wochen im sicheren Bau. Die im Mai geborenen Biber paddeln mittlerweile alle fünf geschickt durch die Unterwasser-Röhre, die ihren Bau mit dem Schwimmbecken im Freien verbindet. Für ihr künftiges Leben im und unter Wasser hat die Natur sie perfekt ausgestattet: Der lange, platte Schwanz ist ein hervorragendes Schwimmpaddel und Steuerruder. Das Biberfell ist mit 23.000 Haaren pro Quadratzentimeter (Mensch: bis zu 600) sehr dicht und schützt vor dem Auskühlen im kalten Wasser. Allerdings ist dieses Fell den bis zu 30 Kilogramm schweren Nagetieren weltweit zum Verhängnis geworden – den Europäischen Bibern ebenso wie den Kanadischen, zu denen die Wilhelma-Tiere zählen: In weiten Teilen Nordamerikas und Europas waren sie zum Beginn des 20. Jahrhunderts praktisch ausgerottet.

Quelle: Wilhelma / Text: Christina Jung

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