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Umweltbelastung durch Getränkekartons

Die Deutsche Umwelthilfe fordert die Aberkennung der ökologischen Vorteilhaftigkeit von Getränkekartons. Die Verpackungen sind laut Umweltorganisation eine Umweltbelastung durch nicht sortenreines Aluminium.

Täuschung der Verbraucher

Ob Milch, Apfel- oder Gemüsesaft – Getränkekartons füllen die Regale und machen das preiswerte Einkaufen mit gutem Gewissen leicht. Denn ursprünglich hieß es: Getränkekartons sind gut für die Umwelt und nachhaltig gut für die Ökobilanz. Laut Deutsche Umweltorganisation ist das aber eine Verbrauchertäuschung und ein Verlust der Glaubwürdigkeit dieser Branche.

Praktisch, gut und billig – Getränkekartons gibt es in allen Variationen.

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Kein Recycling stattgefunden

Nach Recherchequellen bei Recyclingunternehmen kam die DUH zur Erkenntnis, dass jahrelang kein entsprechendes Recycling wie versprochen stattgefunden hat. Gerade das energieintensive Aluminium aus Getränkekartons sollte sortenrein für ein Recycling zurückgewonnen werden. Deswegen galten die Verpackungen als gut für die Umwelt. Die DUH kann aber nun nachweisen, dass ein sortenreines Aluminium aus Getränkekartons in keinem industriellen Maßstab in Deutschland stattfand. Das aber behauptet der Getränkekartonverband FKN in einem Werbefilm.

Dreiste Werbelügen und Tricksereien

„Es ist unfassbar, dass Getränkekartonhersteller über Jahre hinweg ein sortenreines Aluminiumrecycling vorgetäuscht haben“, erklärt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch und spricht in diesem Zusammenhang von dreisten Werbelügen und Tricksereien. Nach neusten Meldungen gesteht der Getränkeverband FKN die Verbrauchertäuschung und gibt dazu eine Unterlassungserklärung ab.
Der Lobbyverband will Folienreste aus deutschen Kartons nach Xiamen in China exportieren, wo es sortenrein recycelt werden soll. „Bestandteile von Getränkekartons für ein Recycling nach China zu exportieren ist abenteuerlich und ökologisch höchst zweifelhaft. Das Recycling von Getränkekartons sollte dort erfolgen, wo die Verpackungen anfallen. Andernfalls wird das Recycling ad absurdum geführt“, kritisiert der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

Textquelle: Deutsche Umwelthilfe e.V., Bildquelle: 1.Flickr CC BY-SA 2.0Blogging Dagger, Autor: red