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Papst Klima

 

Sauberes Klima egal

Wenn es um das Klima geht, verweigern die katholischen Bischöfe und Kardinäle dem Papst ihre Gefolgschaft. Die obersten kirchlichen Manager wollen auf ihre prunkvollen Karossen nicht verzichten. Auch wenn diese der Umwelt schaden.

Der Papst ist bekannt für seine neuen Wege der Sparsamkeit und des Armutsdenkens. In diesem Sinne ist es auch sein Wunsch, den Wagenpark seines Vorgängers aufzulösen und auf sparsamere und weniger prunkvolle Wagen umzusteigen. „Mir tut es weh, wenn ich einen Priester oder eine Schwester mit dem neuesten Automodell sehe: Das geht doch nicht“, sagte er bereits vor über einem Jahr angehenden Priestern. Seiner Meinung nach ist das Fahrrad ein angemessenes Fortbewegungsmittel. Und wenn es ein Auto sein müsse, dann bitte ein bescheidenes Modell.

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Papst steht alleine da

Doch mit dieser Idee scheint der Papst alleine dazustehen. „Die Botschaft von Papst Franziskus zu mehr Bescheidenheit und Umweltschutz gerade auch beim Fahrzeugpark ist bei seinen deutschen Statthaltern ganz offensichtlich nicht angekommen. Interessant ist, dass in dieser Frage die protestantischen Kirchenleiter dem neuen Papst näher stehen. Wir fordern die katholischen Kirchengemeinden und die Pastoren auf, ihre Bischöfe zum Verzicht auf klimaschädliche Protzlimousinen zu bewegen“, fordert Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Der Essener Bischof Overbeck hat immer noch nicht verstanden, dass auch die obersten Manager mit göttlichem Auftrag irdische Klimaschutzregeln zu befolgen haben“, so Resch weiter. Ganz anders denken die protestantischen Kirchenleitern, die mit klimaverträglichen Motorschlitten in Sachen Kirche und Glauben unterwegs sind.

Textquelle: DUH Bildquelle: "Inauguration von Pabst Franziskus" ©Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres/Flickr CC BY 2.0