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Ein Rotmilan© Leopardinatree/ iStock/ Thinkstock

© Leopardinatree/ iStock/ Thinkstock

Sorgen um Rotmilan: Kein Futter für Küken

Nachwuchssorgen beim Rotmilan: Die Vögel haben durch die Intensivierung der Landwirtschaft große Probleme ausreichend Nahrung für ihren Nachwuchs zu finden.

Der Rotmilan ist ein ganz besonderer Vogel. Mehr als die Hälfte seiner Art weltweit brüten in Deutschland, genauer gesagt in Ostdeutschland. Doch der Rotmilan ist stark gefährdet. Intensivlandwirtschaft macht es dem Vogel immer schwieriger Futter zu besorgen. Er lebt in offenen, abwechslungsreichen Landschaften, da er seine Beute, darunter Mäuse, Feldhamster, Vögel, Fische und Aas, aus der Luft erspäht. Auch Müllkippen sind für ihn Anziehungspunkte. 

"Um den Bestand der Art zu erhalten, sind zwei Jungvögel pro Jahr und Brutpaar notwendig. Doch diese Anzahl wird oft nicht erreicht", so Christoph Grüneberg, Rotmilan-Experte des Dachverbands Deutscher Avifaunisten. Immer seltener gelingt es den Elterntieren, ihre Jungen erfolgreich großzuziehen: Viele verhungern im Nest oder sind zu geschwächt, um zu überleben. Schuld am Nahrungsmangel ist die Entwicklung in der Landwirtschaft. Großflächige Felder aus Raps und Wintergetreide wirken aus der Vogelperspektive im späten Frühjahr wie ein dichter Teppich, der den Blick auf die Beutetiere des Rotmilans versperrt. Lückige Brachen und artenreiches Grünland, auf dem die Greifvögel genügend Kleinsäuger erbeuten können, wurden in den letzten Jahren immer seltener.

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung / Text: Christina Jung

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