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Mit einer starken Hydraulik wird Wasser mit Chemikalien in Schiefersteinschichten gepresst. Dadurch löst sich bei der umstrittenen Methode das Erdgas © cta88 (iStock/thinkstockphotos)

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Regierung von NRW gegen Fracking-Vorhaben der Niederlande

Immer wieder Diskussionen um Fracking. Die umstrittene Fördertechnologie erhitzt die Gemüter. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen lehnte aktuell ein Fracking-Vorhaben in den Niederlanden ab.

„Fracking ist eine Technologie, bei der selbst renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von einer neuen Risikodimension sprechen. Daher muss der Schutz von Mensch und Umwelt oberste Priorität haben", sagte der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel in Düsseldorf. „Grund- und Trinkwasser sind wichtige Ressourcen und Lebensmittel, die wir nicht gefährden dürfen.“

Noch im August will Johannes Remmel Gespräche über das geplante Fracking-Projekt mit Vertreterinnen und Vertretern der niederländischen Regierung führen. Die Menschen in NRW seien über das Vorhaben besorgt. Deshalb wolle er den Dialog suchen, um die eigene Position deutlich zu machen und auf die ökologischen sowie ökonomischen Gefahren hinzuweisen, die ein solches Vorhaben gerade für die Grenzregion haben könnte. „Die in Nordrhein-Westfalen bestehenden Bedenken können mit dem derzeit vorliegenden Bericht nicht ausgeräumt werden. Auch aus diesem Grund tritt die Landesregierung Nordrhein-Westfalens dafür ein, die Arbeiten zur Strukturvision Schiefergas nicht fortzuführen“, lautet eine offizielle Stellungnahme der NRW-Landesregierung. Bereits im September 2012 erließ die Landesregierung NRW einen Genehmigungsstopp für den Einsatz der umstrittenen Technologie, nachdem ein umfassendes Risikogutachten, die Folgen von Fracking für Mensch und Natur aufdeckte.

Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Text: red

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