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Schluss mit der Tötung männlicher Eintagsküken
Tierquälerei

Schluss mit der Tötung männlicher Eintagsküken

Landwirtschaftsminister Johannes Remmel fordert: „Wir müssen das Töten männlicher Eintagsküken endlich stoppen!“ Ein Aufruf gegen die grausame Tierquälerei, die sich tagtäglich in vielen deutschen Brütereien abspielt. 

Bis zu 50 Millionen männliche Eintagsküken werden jährlich in Deutschland getötet, da sie zu wenig Fleisch ansetzen und sich die Mästung für die Produzenten nicht rentiert. „Wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, dieser tierquälerischen Praxis ein Ende zu setzen“, äußerte Minister Remmel im Rahmen eines Fachgesprächs der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf. Aktuell ist ein Rechtsstreit am Laufen: Nachdem das Bundesland Nordrhein-Westfalen den Brütereien bereits verboten hatte weiterhin Eintagsküken zu töten, wehrten sich diese rechtlich dagegen. Nun wird sich das Bundesverfassungsgericht der Frage annehmen, ob die Tötung männlicher Eintagsküken mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

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Johannes Remmel betonte die Wichtigkeit, das Problem an der Wurzel zu packen. Die immer weiter voranschreitende einseitige Leistungszucht in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung sei die Ursache. NRW setze auf praxisnahe Alternativen wie die Mast von Bruderhähnchen, eine weitere Möglichkeit sei die Verbreitung von Zweinutzungshühnern, die nicht nur Eier legen, sondern auch Fleisch ansetzen. „Wichtig ist, dass man nicht nur einseitig auf eine Lösung setzt, sondern kreativ die verschiedenen Möglichkeiten nutzt und fördert. Gerade im Geflügelbereich brauchen wir mehr Vielfalt“, so das Fazit von Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. 

Quellen: MKULNV, Bild: Depositphotos/branex, Text: Emi Baier