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Lebensmittel-Verschwendung stoppen
Nachhaltigkeit in Lebensmittelbranche

Regierungsplan gegen Lebensmittel-Verschwendung

Weg mit den massiven Bergen aus Lebensmittelabfällen! Im Juni endet ein Forschungsprojekt im Auftrag des NRW-Verbraucherschutzministeriums, das gemeinsam mit Unternehmen einen Leitfaden gegen Lebensmittel-Verschwendung entwickeln soll. Eine praxistaugliche Lösung?

Elf Millionen Tonnen an essbaren Lebensmitteln werden in Deutschland jedes Jahr aufs Neue weggeworfen. Lebensmittelverschwendung ist in einem Land zwischen reich gedeckten Esstischen und Tafeln für die Armen nicht nur ein moralisches Problem, sondern auch mit finanziellen Verlusten für die Verbraucherinnen und Verbraucher verbunden. Mit der vom Studie „Lebensmittelabfalldaten für mehr Nachhaltigkeit in der Ernährungsindustrie“, kurz LeDaNa, hat das Verbraucherschutzministerium in Nordrhein-Westfalen daher ein Projekt in Auftrag gegeben, das den Unternehmen der Ernährungsindustrie eine Hilfestellung bei der Vermeidung von Lebensmittelabfällen geben soll.

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Mehr Nachhaltigkeit in der Ernährungsindustrie

Die in Zusammenarbeit mit der Universität Witten/Herdecke und verschiedenen Unternehmen der Lebensmittelbranche durchgeführte Forschungsstudie läuft bis Ende Juni 2016. Gemeinsam soll ein Leitfaden zur Erhebung, Nutzung und Kommunikation von Daten zu Lebensmittelverlusten entwickelt werden. Künftig sollen die Unternehmen der Ernährungsindustrie ihn als Hilfestellung beim Thema Lebensmittelverluste nutzen können, wodurch gleichzeitig eine einheitliche Basis zur Ermittlung und Kommunikation von Abfall- und Verlustmengen geboten wird. Die Praxistauglichkeit des Leitfadens für mehr Nachhaltigkeit wird von der Bio-Molkerei Söbbeke und anderen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche getestet. Es wird geprüft, ob die vorgeschlagene Herangehensweise wie beispielsweise bestimmte Verfahren zur Definition von Lebensmittelverlusten und Erfassung von Daten, aber auch die Ansprüche an Dokumentation und Transparenz, im unternehmereischen Alltag umgesetzt werden kann. Mehr Nachhaltigkeit in der Ernährungsindustrie – damit die Armutsschere nicht noch lauter auseinander klafft und unser Geldbeutel längerfristig geschont wird!

Quellen: MKULNV, Bild: depositphotos/gregorylee, Text:  Isabel Binzer