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Seit Jahren kämpfen die betroffenen Länder der Fischereien im Nordatlantik den ?Makrelenkrieg?:
Nachhaltige Fischerei

Siegel für positives Umdenken in der Fischerei

Seit Jahren kämpfen die betroffenen Länder der Fischereien im Nordatlantik den „Makrelenkrieg“: Die Fangmengen liegen seit zwei Jahren über den wissenschaftlichen Empfehlungen, weshalb den Flotten das MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei entzogen wurde. Jetzt findet ein erfreuliches Umdenken im Fischfang statt.

Schon vor zwei Jahren wurde die Makrelenfischerei der MINSA (Mackerel Industry Northern Sustainability Alliance) mit dem MSC-Siegel für nachhaltige Makrelenfänge im Nordatlantik ausgezeichnet. MINSA ist ein internationaler Zusammenschluss aus sieben Fischereiorganisationen, die über rund 700 Boote verfügen. Sowohl kleine Handleinenfischer vor der Küste als auch Trawler auf der hohen See sind vertreten – aus Deutschland, Großbritannien über Skandinavien, Frankreich und Litauen. Lange führten die betroffenen Fischereien und Regierungen dieser Länder den „Makrelenkrieg“, kämpften um den Fang der Tiere und überschritten dabei die empfohlenen Fangmengen, was den Makrelenbestand ernsthaft zu gefährden drohte. Jetzt hat sich die MINSA-Allianz wieder gefangen und betreibt Fischerei wieder auf nachhaltigem Niveau.

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Makrelenbestand wieder nachhaltig

Das MSC-Zertifikat ist ein Umweltsiegel, das an Fischereien vergeben wird, die auf nachhaltigem Niveau mit den Fischbeständen der Meere umgehen. Die gemeinnützige und internationale MSC-Organisation arbeitet mit Wissenschaftlern, Fischereiexperten und Nichtregierungsorganisationen zusammen, die bei der Beurteilung geeigneter Fischereien mitwirken. MINSA erwies sich als tragende Kraft bei der internationalen Verhandlung zum Thema nachhaltige Nutzung des Makrelenbestands. Mit dem MSC-Siegel verpflichten sich die Mitgliedsstaaten, die Gesamtfangmenge an wissenschaftliche Standards anzupassen und bei einer Absenkung des Makrelenbestands auch die Fänge entsprechend zu senken. Fischerei auf nachhaltigem Niveau setzt internationale Zusammenarbeit voraus, damit nicht nur künftige Generationen weiterhin, sondern vor allem unsere Meere von ihr profitieren können. Die MINSA-Makrelenfischerei setzt für positives Umedenken ein wichtiges Zeichen.

Bild: depositphotos/alexraths, Text:  Isabel Binzer