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Kritik Peta: Kopenhagener Zoo tötet junge Giraffe Marius

Im Kopenhagener Zoo wurde eine gesunde, junge Giraffe mit Namen Marius getötet. Peta Deutschland kritisiert das Vorgehen.

Der Kopenhagener Zoo hatte am Sonntag den jungen Giraffenbullen Marius mit einem Bolzenschuss getötet und dann an die Löwen verfüttert. Marius war erst anderthalb Jahre alt und vollkommen gesund. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. verurteilt das Vorgehen stark. In ganz Europa werden jährlich in den Zoos des Zooverbunds EAZA (European Association of Zoos and Quaria) tausende Tiere zu viel „produziert“, damit Besucher immer wieder neue Lieblinge haben können. Peta wirft den Zoos explizit vor, ihre Besucher mit dem Argument des Artenschutzes zu täuschen. Viele Tiere, so wie die junge Giraffe Marius, werden nur für die Gefangenschaft gezüchtet, denn Auswilderungen sind bei vielen Tierarten nicht möglich oder für die Zoos zu teuer. Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA Deutschland e.V. und Diplom-Zoologe, erklärt: „Der Tod von Marius zeigt das tierverachtende System, das Zoos in Wirklichkeit betreiben. Bei der Überschussproduktion von Tierbabys geht es nicht um Tier- oder Artenschutz, sondern nur um höhere Besucherzahlen und Prestige. Für Tiere sind Zoos nichts anderes als Gefängnisse – manchmal sogar mit Todestrakt. Auch in Deutschland kommt es so zu gezielten Tötungen: 2011 wurden im Magdeburger Zoo 27 Zebrafinken getötet um Platz für die schönere Finkenart Goldamadinen zu machen. 2012 wurde im Nürnberger Tiergarten ein seltener Prinz-Alfred-Hirsch aus Platzgründen erschossen.

Quelle: Peta
Text: Kristina Reiß

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