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Foodwatch findet Mineralöl in Weihnachtsschokolade
Mineralöle in Schokolade

Schon wieder: Krebserregende Stoffe in Schokolade

Schoko-Weihnachtsmänner gehören zu Weihnachten wie Baum und Lichterketten. Aber der Genuss kann gefährlich werden! Es ist (mal wieder) Mineraloel in Lebensmitteln gefunden worden. Schokolade fuer Kinder ist somit oft krebserregend. Wann gibt es endlich Gesetze, die unsere Gesundheit schützen?

In letzter Zeit folgt ein Lebensmittelskandal dem anderen und inzwischen sind viele Menschen gegen die Hiobsbotschaften aus der Lebensmittelindustrie schon so abgestumpft, dass sie nur noch müde den Kopf schütteln. Doch bei den neuesten Funden von foodwatch geht es zum wiederholten Mal um Produkte, die sehr häufig von Kindern gegessen werde.

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Gefährliche Mineralöle in Schoko-Weihnachtsmännern

Die Verbraucherschützer haben aromatische Mineralöle (MOAH) und gesättigte Mineralöle (MOSH) im „Gut & Günstig Schokoladen-Weihnachtsmann“ von Edeka und im „Friedel Weihnachtsmann Schokolinsen“ von Rübezahl gefunden. In 15 weiteren getesteten Produkten waren die Werte erhöht. Die beiden Stoffe sind alles andere als harmlos. Gesättigte Mineralöle reichern sich im Körper an und können die Organe schädigen. Als noch gefährlicher gelten aromatische Mineralöle. Sie sind potentiell krebserregend und können das Erbgut verändern. Für foodwatch gibt es angesichts solcher Funde keine zwei Meinungen: Die Schokoladen-Weihnachtsmänner müssen von den Herstellern öffentlich zurückgerufen werden.

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Schokolade für Kinder im Test

Der Schoko-Weihnachtsmann der Edeka-Eigenmarke enthält krebserregende aromatische Mineralöle. Auch beim Weihnachtsmann von Rübezahl wurden die gefährlichen Stoffe nachgewiesen

Doch damit ist es nicht getan, denn es werden immer wieder gefährliche Mineralöle in Lebensmitteln nachgewiesen. Immerhin sind die Belastungen seit Ostern gesunken, was zeigt, dass die Industrie durchaus in der Lage ist, Süßigkeiten herzustellen, ohne dass diese in gesundheitsschädlichem Maße mit Mineralölen in Berührung kommen. Die Stoffe können auf verschiedenen Wegen in die Schokolade gelangen. Schon der Transport der Kakaobohnen in mit Mineralölen behandelten Jutesäcken birgt Gefahrenpotential, dazu kommen Maschinenöle und Abgase aus Industrie und Verkehr. Und schließlich sind Verpackungen aus Altpapier eine häufige Quelle, weil dieses mineralölhaltige Druckfarben und bis zu 250 weitere Chemikalien enthält.

In den Augen von foodwatch ist jetzt die Politik gefragt, strikte Höchstwerte für gesättigte Mineralöle in allen Lebensmitteln festzulegen und eine Belastung mit den besonders kritischen aromatischen Mineralölen nicht mehr zu tolerieren. Die Verbraucherschützer fordern – solange es keine europäische Regelung gibt – ein nationales Gesetz.

Quellen: foodwatch e.V., Bild: foodwatch e.V., depositphotos/fermate,Text: Ronja Kieffer