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Fruehstueck

Aus für Bio aus Nicht EU-Staaten

Die geplante Importregelung für Bio könnte das Aus für viele Eco Produkte in den Verkaufsregalen sein. Ein Minus für nachhaltig leben im Sinne von Abschottung und Mauerdenken.

Letzten Dienstag trafen sich die EU-Agrarminister zu einem informellen Treffen in Riga. Gefolgt sind sie der Einladung der lettischen Ratspräsidentschaft und das Thema war heikel und brisant: Die geplante EU-Öko-Verordnung, die nachhaltig leben in Zukunft schwerer machen könnte. Denn die höchst umstrittene Planung könnte das Aus für viele Bio Lebensmittel in deutschen Verkaufsregalen bedeuten. Und zwar für alle Bio-Produzenten, die nicht in der Europäischen Union beheimatet sind. So stellt sich kein Verbraucher nachhaltig leben in der Weltengemeinschaft vor.

Frühstückstisch ohne Importware

Verordnungen und Regeln statt gesunden Lebensmitteln

Informelle Kreise berichten: Wollen diese Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten ihre Bio Lebensmittel in die EU importieren, müssen sie sich sogenannten Compliance - also Konformitätsregelungen - unterwerfen. Bedeutet, dass nicht nur die EU-Öko-Verordnungen gelten, sondern auch die kontrollierenden Behörden nach Vorbild der europäischen Instanzen aufgebaut werden müssen. „Was dort geplant wird, lässt jeden Realitätsbezug vermissen“, sagt Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. „Nicht umsonst gibt es schließlich geltende Äquivalenzstandards für Landwirte, die in anderen Klimazonen Bio produzieren. Diese ordnen unter anderem den Umgang mit Wasser oder passen die Vorschriften für andere Klimazonen und insbesondere tropische Kulturen an, da es in der EU beispielsweise keinen Kakao- oder Kaffeeanbau gibt. Wenn solche Staaten nun gezwungen werden, nach europäischer Blaupause herzustellen, könnte die Folge das Verschwinden zahlreicher Produkte auf dem EU-Markt und damit auf unseren Esstischen sein. Aus Riga weht ein Wind der Abschottung durch ganz Europa.“

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Textquelle: Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V., Bildquelle: Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V., Autor: red