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Die hessische Landesregierung will schädliche Emissionen verringern und mit der Einrichtung einer Umweltzone für bessere Luft in der Bistumsstadt sorgen
Schadstoffbelastung

Die Luft in Limburg soll sauberer werden

Ab Oktober darf man nur noch mit grüner Plakette in die Limburger Innenstadt fahren. Die hessische Landesregierung will schädliche Emissionen verringern und mit der Einrichtung einer Umweltzone für bessere Luft  in der Bistumsstadt sorgen.

Die Luftverschmutzung ist ein massives Problem in vielen deutschen Städten. Auch in Limburg wurden trotz diverser Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität fast durchgehend zu hohe Stickstoffdioxidwerte gemessen. Nur an einer von vier Messstationen konnten die Grenzwerte eingehalten werden. Deshalb wird Limburg ab Oktober zur Umweltzone.

Durchfahrtsverbote für LKW

Diesen Beschluss hat die Landesregierung im neuen Luftreinhalteplan für das Gebiet Mittel- und Nordhessen verankert. Neben der Einrichtung einer Umweltzone in wesentlichen Teilen des Stadtgebiets von Limburg sollen außerdem streckenbezogene Lkw-Durchfahrtsverbote eingeführt werden. Vor allem in der Innenstadt wird der Durchgangsverkehr durch Lastwagen eingeschränkt: Wer kein Ziel in Limburg hat, wird ab Oktober über Alternativstrecken an der Innenstadt vorbeigeleitet. Als PKW-Fahrer darf man dann nur noch mit einer grünen Plakette in die neue Umweltzone einfahren.

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Mithilfe dieser und weiterer Maßnahmen wie etwa dem Einsatz emissionsärmerer Motoren bei Bussen und städtischen Fahrzeugen hofft die Landesregierung, die Schadstoffbelastung in der Stadt deutlich zu reduzieren und die Limburger Einwohner in Zukunft besser vor gesundheitlichen Risiken zu schützen. Beim Verkehr anzusetzen, ist sinnvoll, weil dieser für rund zwei Drittel der Belastung verantwortlich ist. Darüber hinaus sind auch Vorkehrungen im Energiebereich geplant. Der Entwurf für den neuen Luftreinhalteplan kann vom 7. März bis 6. April im Rathaus der Stadt Limburg oder unter www.umweltministerium.hessen.de eingesehen werden. Wer Bedenken oder Anregungen hat, kann diese in der Zeit vom 7. März bis einschließlich 20. April 2017 direkt an das Umweltministerium schicken.

Quellen: Umweltministerium Hessen, Bild: Flickr/GillyBerlin, Depositphotos/trueffelpix, Text: Ronja Kieffer