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Pestizide die als Nervengift wirken
Große Gefahr durch Pestizide

Pestizide schädigen Baby-Gehirne

Gemüse ist gesund? Stimmt, aber nicht, wenn es mit schädlichen Pestiziden verseucht ist. Gerade Babys und Kinder sind schon im Mutterleib stark gefährdet. Denn in der industriellen Landwirtschaft gibt es Mittel, die verheerende Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung haben können.

Die Rede ist von sogenannten Neonicotinoiden. Das sind Pestizide, die als Nervengift wirken. Sie töten zwar sämtliche Schädlinge ab, bilden aber auch dauerhafte Rückstände in den behandelten Pflanzen. Und die sind auch in kleinsten Mengen extrem schädlich für Tiere, Menschen - und eben ganz besonders für Föten, Babys und Kleinkinder. Isst die Mutter belastetes Gemüse, gelangen die giftigen Stoffe über die Plazenta oder durch die Muttermilch direkt zu ihrem Kind und richten dort großen Schaden an. Japanische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Neonicotinoide die Entwicklung der kleinen Gehirne nachhaltig beeinträchtigt. So können zum Beispiel Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten auf das Nervengift zurückgehen.

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Schon kleinste Mengen erzeugen große Schäden

Das Thema wird im Film „Insektengifte – Schleichende Gefahr vom Acker“ der Umweltreihe „planet e“ aufgearbeitet, der am Sonntag, den 4. Oktober, um 14.30 Uhr im ZDF läuft. Darin bestätigen Experten die beunruhigenden Erkenntnisse und betonten beispielsweise, dass im Fall der Neonicotinoide schon kleinste Mengen des Gifts ausreichen, um schwere Schäden nach sich zu ziehen.

Obwohl die Gefahr bekannt ist – in Europa hat die EFSA, die zuständige Lebensmittelschutzbehörde, schon vor zwei Jahren davor gewarnt – werden die Pestizide in der industriellen Landwirtschaft nach wie vor tonnenweise eingesetzt. Lobbyisten und Hersteller protestieren außerdem vehement gegen ein Verbot der hochgefährlichen Gifte. Deshalb ist es umso wichtiger, sich zu informieren und sich selbst und den eigenen Nachwuchs zu schützen.

planet e.: Insektengifte – Schleichende Gefahr vom Acker, am Sonntag, 4. Oktober, um 14.30 Uhr im ZDF.

Quellen: ZDF Bild 1: Robert Dinges @Docuvista Filmproduktion/ZDF, Bild 2: Peter Lemper/ZDF, Bild 3&4: Robert Dinges/ZDF,Text: rok