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©iStock/Ercan Sucek

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H&M und C&A stellen Kleiderproduktion mit Angora ein

Angorawolle ist weich, flauschig und hält warm. Leider müssen die Angorakaninchen, von denen die Wolle stammt, große Qualen durchleiden.

Peta Asia konnte bei Undercoverermittlungen in China furchtbare Grausamkeiten an Angora-Kaninchen aufdecken. Das lange, weiche Fell der Angorahasen wird häufig in Accessoires und Pullovern aus Angora verarbeitet. Ermittler von Peta filmten Arbeiter in China, die Tieren gewaltsam das Fell aus der Haut reißen. Die Häschen liegen dabei auf einer Art Streckbank, sind daran an den Pfoten befestigt und schreien vor Schmerzen, während sie erfolglos versuchen zu entkommen. Alle drei Monate müssen die Angorakaninchen diese Prozedur über sich ergehen lassen. Danach sind sie zutiefst traumatisiert und in einer Art Schockstarre in ihre kleinen käfige gezwängt. Wenn die Tiere diese Prozedur zwei bis fünf Jahre durchhalten, werden sie anschließend kopfüber aufgehängt und es wird ihnen die Kehle durchgeschnitten, dann wird das tote Angorakaninchen verkauft. Unglücklicherweise kommen 90 Prozent der Angorawolle aus China, einem Land, in dem Tierquälerei unbestraft bleibt.

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H&M und C&A stellen Verkauf vorerst ein

Wer sich also einen Pullover oder einen Schal aus Angora kauft, kann fast sicher sein, dass das Tier, das die Wolle produziert, aus China kommt und große Qualen erleiden mussten. Angora muss deshalb aus den Kleiderschränken verbannt werden, bevor sich nichts an dem Leid der Tiere ändert! Tierfreundliche Materialien wie Tencel oder Viskose, aber auch Lyocell und Bambus sind eine gute Alternative. Nach Bekanntwerden der Ermittlungen von Peta wollen die Unternehmen H&M und C&A vorerst kein Angora mehr verwenden. Lindex, Gina Tricot, MQ und IC Companys verzichten ab sofort ganz auf Angora.

Quelle: Peta
Text: Kristina Reiß