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Rotwild Rothirsch Geweih

©Deutsche Wildtier Stiftung/T.Martin

Die Mitnahme von Rothirschgeweihen ist Wilderei

Im Februar verlieren Rothirsche ihr Geweih, Wanderer und Spaziergänger sollten die Geweihstangen aber nicht mitnehmen.

Wer aktuell beim Waldspaziergang die Geweihstange eines Rothirschs findet, muss nicht den Jäger alarmieren, denn die Hirsche verlieren im Februar ganz natürlich ihr Geweih. Der Grund für den Abwurf des Geweihs liegt im Tiefstand des Sexualhormons Testosteron. Früher hieß der Februar deshalb auch Hornung, obwohl das Hirschgeweih gar nicht aus Horn, sondern aus Knochensubstanz besteht. Als Folge des sinkenden Hormonspiegels zerstören knochenfressende Zellen, die man Osteoklasten nennt, die Knochensubstanz zwischen dem Geweih und dem Stirnzapfen, den sogenannten Rosenstöcken, am Kopf des Hirschs und das Geweih fällt ab. Der Wissenschaft ist vollkommen unklar, warum die Natur dieses Geweihabwurfs für das stattliche Tier vorsieht. Innerhalb von nur 140 Tagen bildet der Hirsch aber ein komplett neues Geweih, dabei verlieren die Tiere an Kalzium. Die abgeworfenen Geweihstangen sind aufgrund ihres hohen Kalk- und Phosphorgehaltes bei vielen Nagern sehr beliebt. Wanderer und Spaziergänger sollten die Geweihe nicht nur deshalb lieber liegen lassen, denn wer Abwurfstangen im Wald unbefugt mitnimmt, erfüllt den Strafbestand der Wilderei.

Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung
Text: Kristina Reiß

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