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Da die Wiesen-Schlüsselblume bundesweit unter Schutz steht, darf sie nicht einfach so ausgegraben werden
Blume des Jahres 2016

Wiesen-Schlüsselblume ist Blume des Jahres 2016

Die Wiesen-Schlüsselblume mit ihren sattgelben Blüten ist zur Blume des Jahres 2016 ernannt worden. Dadurch wird nicht nur auf die Blume selbst, sondern auch auf ihren bedrohten Lebensraum aufmerksam gemacht. So können Sie die Blume schützen.

Sie wird ca. 20 cm groß,  blüht als eine der ersten Blumen im Frühling und ihren Namen verdankt sie der Anordnung ihrer sattgelben Blüten: die Wiesen-Schlüsselblume ist von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2016 ernannt worden. Die Stiftung bestimmt seit 1980 jedes Jahr eine Blume des Jahres, die stellvertretend für einen bedrohten Lebensraum steht.

Im Falle der Wiesen-Schlüsselblume sind das sonnige und eher trockene Wiesen sowie lichte Wälder auf kalkhaltigen Böden. Aufgrund der intensiven Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden und der Düngung ist der Lebensraum des Frühlingsboten in vielen Gegenden Deutschlands schon zerstört worden. Vor allem in den nördlichen Bundesländern, wo kalkhaltige Böden seltener sind, steht die Blume auf der Roten Liste.

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Schutz der letzten Lebensräume

Die Loki Schmidt Stiftung wirbt mit ihrer Wahl für einen schonenden Umgang mit den noch verbleibenden Lebensräumen der Wiesen-Schlüsselblume. Auf Wiesen, Magerrasen, Wacholderheiden sowie in lichten Wäldern und Gebüschen sollte auf Düngung verzichtet werden, um der Pflanze Lebensraum zu bieten. Aber auch wenn eine Fläche nicht mehr genutzt wird, ist eine Pflege des Biotops notwendig, denn die Wiesen-Schlüsselblume wird schnell von schattenspendendem Gebüsch verdrängt.

Da die Wiesen-Schlüsselblume bundesweit unter Schutz steht, darf sie nicht einfach so ausgegraben werden, sie ist aber in vielen Gärtnereien erhältlich. Bei der Loki Schmidt Stiftung können außerdem kostenlose Postkarten mit Samentütchen sowie ein Kalender bestellt werden (E-Mail: info@loki-schmidt-stiftung.de; Tel: 040 243443)

Quelle: Loki Schmidt Stiftung; Bild: Axel Hahn; Autor: kle