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Deutsche wollen keine Nahrungsmittelspekulation

Schluss mit Nahrungsmittelspekulationen! Die Mehrheit der Deutschen ist für einen Ausstieg aus dem spekulativen Finanzgeschäft. Welchen Banken Sie nicht mehr vertrauen können, erfahren Sie hier.

Drei von vier Deutschen finden, dass Banken aus spekulativen Finanzgeschäften mit Nahrungsmitteln aussteigen sollten. Nur elf Prozent sind für ein Weiterlaufen dieser Geschäfte. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa vom Juli dieses Jahres. „Das ist ein deutliches Zeichen für die Banken, dass die Menschen solche Geschäfte nicht billigen“, sagt David Hachfeld, Wirtschaftsreferent bei Oxfam Deutschland. „Banken und Versicherer wie die Allianz und Deutsche Bank sollten dieses Votum ernst nehmen und diese Anlagen endlich stoppen.“

Die größten deutschen Akteure bei der Spekulation mit Nahrungsmitteln sind Allianz mit 6,7 und Deutsche Bank mit 3,79 Milliarden Euro. Während Banken wie die Deka, die Landesbank Baden-Württemberg und die Commerzbank nicht mehr auf die Entwicklung der Preise von Mais, Weizen und Reis setzen, bleiben Allianz und Deutsche Bank stur.

Offensichtlich vertrauen 78 Prozent der Deutschen nicht mehr darauf, dass die Banken selbst Verantwortung übernehmen. 65 Prozent der Befragten sagen, dass sich die neue Bundesregierung für eine Regulierung der spekulativen Finanzgeschäfte mit Nahrungsmitteln einsetzen soll.

Quelle: Oxfam / Text: Christina Jung

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