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Klatschmohn
Schutz der Wildblumen

Loki Schmidt Stiftung stellt Blume des Jahres vor

Wildblumen sind vom Aussterben bedroht. Die bienenfreundlichen Pflanzen verschwinden zunehmend von Ackern und Wiesen, dabei sind sie unverzichtbar für Bestäuber und Insekten. Um darauf aufmerksam zu machen, wählt die Loki Schmidt Stiftung jetzt den Klatschmohn zur Blume des Jahres 2017.

Die strahlend roten Blüten des Klatschmohns, die zwischen Getreide- und Grashalmen schimmern, gehören zur hellen und warmen Jahreszeit einfach dazu. Doch der vertraute Sommerbegleiter ist inzwischen gar nicht mehr so häufig auf Wiesen und Äckern zu finden. Zusammen mit vielen anderen Ackerwildpflanzen wird die von der Loki Schmidt Stiftung vorgestellten Blume des Jahres 2017 aus ihrem Lebensraum verdrängt. Während es dem Klatschmohn jedoch noch vergleichsweise gut geht, wurden fast alle anderen Ackerwildpflanzen in den letzten Jahren durch moderne Technik und Spritzmittel an den Rand des Aussterbens gedrängt. Damit der Klatschmohn und die anderen wichtigen Ackerwildpflanzen weiterhin zum Sommer gehören, setzt sich die Loki Schmidt Stiftung mit der 38. Wahl zur Blume des Jahres intensiv für selten gewordene Pflanzen ein.

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Blume des Jahres 2017 wirbt für Schutz der Ackerwildpflanzen

Der Rückgang der Ackerwildblumen bedeutet nicht nur den Verlust zahlreicher heimischer Pflanzenarten und Vielfalt auf unseren Ackerflächen, sondern stellt auch ein echtes Problem für Bestäuber wie Schmetterlinge und Bienen dar, die sich gemeinsam mit Insekten und Spinnen von den Wildpflanzen ernähren. Die Tiere bekämpfen umgekehrt bedeutende Schädlinge wie Blattläuse, wodurch ihr Rückgang auch für die Landwirtschaft ein Problem darstellt. Ursprünglich fanden sich rund 350 Pflanzenarten in den durchgängig bewirtschafteten Äckern, heute gelten viele davon nur noch als Erbe unserer Kulturgeschichte. Mit der Wahl der Blume des Jahres macht die Loki Schmidt Stiftung zum 38. Mal auf selten gewordene Pflanzen aufmerksam. Seit über 30 Jahren errichtet die Stiftung der ehemaligen Kanzlergattin Grundstücke für den Naturschutz, an denen bedrohte und seltene Pflanzen sowie Tiere ein Zuhause finden. Beinahe jede zweite Ackerpflanze landet mittlerweile in mindestens einem Bundesland auf der Roten Liste. Zusammen mit der Loki Schmidt Stiftung und der Blume des Jahres 2017 setzt sich auch Bundesumweltministerium für mehr Schutz von Ackerwildpflanzen ein und fordert entsprechende Maßnahmen, die in der EU-Agrarförderung verankert werden müssen.

Quellen: Loki Schmidt Stiftung, Bild: Loki Schmidt Stiftung, U. Steinhäuser, Text: ib