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Hermes Laster

©Hermes Europe GmbH

Online-Versand: ineffiziente Sofortness

Ein Klick und schon am nächsten Tag klingelt der Paketbote – der Online-Versand boomt. Doch für die Bequemlichkeit zahlen wir alle einen hohen Preis.

Wir Deutschen lieben den Online-Versandhandel. Nach Branchenangaben macht der Versandhandel mittlerweile rund 70 Prozent seines Umsatzes im Internet. Das bedeutet, dass jährlich Waren im Wert von rund 29 Milliarden Euro quer durch die Republik verschickt werden müssen, am besten natürlich sofort, damit wir unsere Pakete so schnell wie möglich auspacken können.

Unser Bestellwahn und unsere Ungeduld führen zu zwei zentralen Problemen:  Durch unseren Wunsch nach der  „Sofortness“ der bestellten Produkte fahren täglich hunderte Paketboten mit halb beladen Transportern durch die Städte, um den Kunden schnellstmöglich mit ihren Paketen zu beglücken. Halbvoll beladene Transporter haben natürlich keine besonders gute Ökobilanz. Das zweite Problem ist eigentlich eine Verstärkung des ersten Problems, denn wir bestellen oftmals viele unterschiedliche Sachen, die alle einzeln verschickt werden. Bei unserer digitalen Ungeduld bleibt keine Zeit die Warenströme zusammenzuführen und umweltfreundlich zusammen zum Kunden zu schicken. Ein weiteres großes Manko ist, dass rund 50 Prozent der Bestellungen als Retouren zurückgeschickt werden, das lohnt sich dann weder für den Kunden, noch den Verkäufer, am wenigsten allerdings für die Umwelt.

Bilder: HermesEurope GmbH / Text: Marie A. Wagner

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