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Die Wildnis kommt in drei deutsche Städte
Drei Städte werden wild

Darum sollte unsere Stadtnatur wilder werden

Auch Stadtmenschen wagen sich jetzt in die Wildnis: Um die biologische Vielfalt zu erhöhen, sollen brach liegende städtische Flächen in grüne Lebensräume umgewandelt werden. So wild wird es in Frankfurt, Dessau-Roßlau und Hannover bald!

Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt, wollen aber doch deswegen nicht auf die Natur verzichten. Ein wenig Grün in der Stadt sorgt nicht nur dafür, dass wir Natur hautnah erfahren können, Stadtnatur verbessert auch das ökologische Gleichgewicht. Um die Städte grüner zu machen, setzt sich ein neues Naturschutz-Projekt im Programm des Bundesamt für Naturschutz (BfN) dafür ein, dass aus städtischen Grünflächen bald wilde Lebensräume werden. Das Projekt „Städte wagen Wildnis – Vielfalt erleben“ wird durch die Stadt Frankfurt im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ koordiniert. Durch den neuen Ansatz könnten Kommunen sogar Geld sparen.

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Die Wildnis kommt in drei deutsche Städte

Das Stadtnatur-Projekt möchte die Einstellung zu sich selbst überlassenen Flächen in der Stadt wandeln. Akkurat gebaute Parkanlagen kennen und mögen wir alle, aber auch urbane Wildnis sollte nicht als Zeichen der Verwahrlosung verstanden werden, sondern viel mehr als Chance für biologische Vielfalt. Mit dem Projekt soll gezeigt werden, dass wilde Ecken in der Stadt nicht mehr als unansehnlicher Störfaktor, sondern als positiv besetzte „Stadtwildnis“ wahrgenommen werden – schließlich kennt die Natur auch keine Ordnung. Durch behutsame gestalterische Maßnahmen kann die Attraktivität solcher Flächen erhöht werden, aber generell sollte die deutsche Genauigkeit auch mal ein Auge zudrücken und Platz für biologische Vielfalt und Naturerfahrung schaffen. Betonwüsten haben wir genug, stattdessen lieber ein Stück Wildnis zurück in unser Leben holen – für ein besseres Lokalklima, Artenvielfalt und eine gesunde Einstellung zur Natur!

Weitere Informationen zur biologischen Vielfalt.

Quellen: Bundesamt für Naturschutz, Bild: depositphotos/ oscity, Text:  Isabel Binzer